Fast jeder dritte gesetzlich Versicherte hat Anspruch auf einen Medikations­plan. Das folgt aus einer Berechnung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Den Plan können ab Anfang Oktober alle Kassenpatienten bekommen, die mindestens drei rezept­pflichtige Medikamente einnehmen. Er führt auf, wie die Arzneien heißen und zu dosieren sind. Auch rezept­freie Mittel sollen vermerkt werden. Der Haus­arzt soll den Plan erstellen und pflegen. Andere behandelnde Ärzte sowie Apotheker können ihn aktualisieren. Ziel der Neuerung ist mehr Patientensicherheit. Laut Bundes­ministerium für Gesundheit gehen rund 250 000 Klinik­einweisungen pro Jahr auf vermeid­bare Medikations­fehler wie Wechsel­wirkungen zurück. ­
Tipp: Auch für Patienten, die nur ein oder zwei Arzneien regel­mäßig nehmen, kann ein Arzneiplan sinn­voll sein: samt Dosierung selbst auf einen Zettel schreiben und immer dabeihaben. Im Notfall sind Helfer so besser informiert.

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