Arbeitnehmer dürfen unbe­fristet Verpflegungs­pauschalen als Werbungs­kosten absetzen, wenn sie an wechselnden Arbeits­stätten arbeiten und an keiner länger als drei Monate beschäftigt sind. Das hat der Bundes­finanzhof im Fall eines Außen­dienst­mit­arbeiters bestätigt, der auswärts stets in derselben Unterkunft über­nachtete. Bei ihm richtet sich die Höhe der Pauschalen nach der Abwesenheit von der Heimatwohnung (BFH, Az. VI R 95/13).

Der Kläger lebte von Montag bis Freitag auswärts in einer Pension. Von dort steuerte er verschiedene Bereiche seines Vertriebs­bezirks an. Das Finanz­amt wollte seine Verpflegungs­pauschalen je nach Abwesenheit von der Pension berück­sichtigen. Der Bundes­finanzhof nahm dagegen die längere Abwesenheit von der Heimatwohnung als Maßstab. Für jeden Tag, den der Kläger 24 Stunden von daheim abwesend ist, darf er den Höchst­betrag von 24 Euro als Werbungs­kosten ansetzen.

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