Die ab Juli eingeführten Wechselkennzeichen erfüllen nicht die Erwartungen der Verbraucher. Anders als in der Schweiz muss der Besitzer in Deutschland beide Fahrzeuge versteuern und versichern. Die erhoffte Einsparung bleibt aus. Zudem dürfen sich nur zwei Fahrzeuge aus der gleichen Kategorie, also Pkw, Wohnmobil, Oldtimer, Motorrad oder Anhänger, ein Wechselkennzeichen teilen. Das Nummernschild besteht aus einem kleineren und einem größeren Abschnitt. Der kleinere ist mit dem Zulassungsstempel versehen und verbleibt fest am Fahrzeug, der größere wird nur am jeweils gefahrenen Fahrzeug anmontiert. Ohne das komplette Kennzeichen darf der Eigner das Zweitfahrzeug nicht auf der Straße abstellen, sondern nur auf Privatgrund. Das missbräuchliche Führen oder Parken eines Fahrzeugs mit nicht komplettem Wechselkennzeichen kostet laut Automobilklub Kraftfahrerschutz Bußgelder bis 50 Euro und drei Punkte in Flensburg.

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