Wechseljahresbeschwerden Meldung

Die Langzeitanwendung von Hormonkombinationen in den Wechseljahren erhöht das Risiko von Brustkrebs. Laut Professor Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen müssen etwa 45 von 1 000 Frauen zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr mit einer Brustkrebsdiagnose rechnen. Werden Hormonkombi­na­tionen aus Östrogen und Gestagen eingenommen, steigt dieses Risiko nach 5-jähriger Behandlungszeit um zwei, nach 10 Jahren um sechs, nach 15 Jahren um zwölf Fälle an.

Die Mittel stehen auch in Verdacht, das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko zu er­höhen. Die Anwendung soll nach Therapieempfehlung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft nur noch in Einzelfällen und nach eingehender Aufklärung über die Risiken erfolgen – bei sehr starken Beschwerden und für maximal sechs bis zwölf Monate, so kurz und so niedrig dosiert wie möglich. Laut Professor E. Greiser vom Bremer Institut für Sozialforschung können Frauen, die längere Zeit Hormone angewendet haben, ihr Krebsrisiko senken, indem sie

  • Wechseljahreshormone meiden,
  • ihr Körpergewicht kontrollieren,
  • mehr Gemüse, Obst, Salate essen,
  • Ausdauer trainieren (Laufen, Radeln),
  • das Rauchen stoppen,
  • östrogen-ähnliche Chemikalien meiden (Insektenvertilger, Weichmacher).

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