Wechseljahresbeschwerden Meldung

Die Warnungen scheinen zu wirken. Nur noch jede zehnte 45- bis 65-jährige Frau bekam im vergangenen Jahr Hormonpräparate verordnet. Im Jahr 2000 waren es noch knapp 40 Prozent. Beide Zahlen stammen aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse. Vor zehn Jahren galten die Mittel als wirkungsvoll und sicher, um Wechseljahresbeschwerden zu behandeln und um Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Doch dann erschienen Studien, wonach Präparate mit Östrogen-Gestagen-Kombination unter anderem das Risiko für Thrombosen, Schlaganfälle, Herzinfarkte und Brustkrebs erhöhen. Das führte wohl zum Umdenken, wie die Verordnungszahlen zeigen.

Tipp: Hormonpräparate sollten Sie nur bei belastenden Wechseljahresbeschwerden nehmen – nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung und so niedrig dosiert wie möglich. Alle paar Monate sollten Sie die Mittel in Absprache mit dem Arzt schrittweise verringern und dann weglassen – vielleicht geht es schon ohne.

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