Wechsel­jahre Test

Rund 1 500 Frauen beteiligten sich an der Umfrage von test.de zum Thema Wechsel­jahre. Vielen Dank! Am meisten Probleme bereiten Hitzewal­lungen. Ungefähr jede dritte Umfrage-Teilnehmerin lässt sich aktuell ärzt­lich behandeln. Verschreibungs­pflichtige Hormone werden ähnlich oft einge­nommen wie rezept­freie pflanzliche Mittel. Doch was bringen Soja, Rotklee & Co? Die Stiftung Warentest hat pflanzliche Präparate getestet und sagt, welche Inhalts­stoffe geeignet sind.

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TestWechsel­jahretest 08/2015
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Hitze als Haupt­problem

Wechsel­jahre Test

Sie gehören zum Frauenleben dazu. Irgend­wann um den 50. Geburts­tag, teils auch deutlich früher oder später, kommen die Wechsel­jahre – und läuten das Ende der natürlichen Frucht­barkeit ein. Die Eier­stöcke bilden immer weniger weibliche Geschlechts­hormone und stellen nach und nach ihre Tätig­keit ein. Diese Über­gangs­phase ist keine Krankheit. Dennoch verursacht sie bei etwa zwei Drittel der Frauen Beschwerden, so auch bei den rund 1 500 Umfrage-Teilnehme­rinnen. 87 Prozent der Frauen haben Hitzewal­lungen und Schweiß­ausbrüche – die mit Abstand meist­genannten Symptome (siehe Grafik). Diese entstehen wohl, weil die Hormonspiegel nicht stetig sinken, sondern teils kräftig auf- und abpendeln. 71 Prozent der Befragten setzten ein Kreuz bei „Schlafstörungen“ – oft eine Folge nächt­licher Hitzeatta­cken. Andere Beschwerden wie Herz­klopfen, Schwindel und trockene Scheide wurden deutlich seltener angegeben.

Jede dritte Umfrage­teilnehmerin in Behand­lung

Wechsel­jahre Test

Die meisten Umfrage-Teilnehme­rinnen erleben ihre Wechsel­jahres­beschwerden nicht als sonderlich dramatisch. Knapp 80 Prozent fühlen sich davon nur „ein wenig“ oder „mäßig“ in ihrem Alltag einge­schränkt – etwa 20 Prozent allerdings „schwer“ bis „massiv“ (siehe Grafik). Rund ein Drittel lässt sich wegen der Symptome aktuell ärzt­lich behandeln. Etwas mehr als die Hälfte der Behandelten – insgesamt 19 Prozent aller Befragten – bekommt Hormonpräparate verordnet. 24 Prozent nehmen statt­dessen oder zusätzlich pflanzliche Mittel. In Deutsch­land sind verschiedene Präparate erhältlich, darunter Medikamente mit Trauben­silber­kerze. Ebenfalls bekannt: Nahrungs­ergän­zungs­mittel mit Soja oder Rotklee. Sie enthalten oft noch Vitamine oder sons­tige weitere Inhalts­stoffe. Die meisten befragten Frauen erhoffen sich von den Mitteln eine Linderung der Hitzewal­lungen und Schweiß­ausbrüche. Unser Test verrät, inwiefern diese Hoff­nung berechtigt ist.

Mittel oft auf Empfehlung geschluckt

Wechsel­jahre Test

27 Prozent der Teilnehme­rinnen bekamen vom Arzt empfohlen, ein pflanzliches Nahrungs­ergän­zungs­mittel einzunehmen (siehe Grafik). 23 Prozent folgten dem Rat aus dem Verwandten-, Freundes- oder Kollegen­kreis. Teils stammt die Empfehlung auch von Apothekern, aus der Werbung oder von anderswo – zum Beispiel von Heilpraktikern oder aus dem Internet. Hier lässt sich an verschiedenen Stellen nach­lesen, dass Pflanzenpräparate auf natürliche Weise gegen Wechsel­jahres­beschwerden helfen sollen, beziehungs­weise eine schonende Alternative zu Hormonen darstellen würden.

Pflanzliche Präparate im Test

Die Stiftung Warentest hat 10 Nahrungs­ergän­zungs­mittel sowie verschiedene Arznei­mittel mit pflanzlichen Inhalts­stoffen unter die Lupe genommen. Experten prüften, ob aussagekräftige Studien den Nutzen nach­weisen. Zudem suchten sie nach Belegen, dass die Präparate auch bei Lang­zeit­anwendung nicht schaden. Am Ende bekam jedes Präparat eine Bewertung. Die Bilanz ist ernüchternd. Der Test verrät, was beim Einsatz der Präparate zu beachten ist und wann Hormonpräparate infrage kommen. Auch allgemeine Maßnahmen können Frauen in den Wechsel­jahren gut tun.

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