Auch Östrogenpräparate ohne Gestagenzusatz schützen Frauen nach den Wechseljahren nicht vor einem Herzinfarkt. Stattdessen ist das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, leicht erhöht. Nach diesem vorläufigen Ergebnis wurde in den USA die zweite Teilstudie der Women’s Health Initiative (WHI) mit 11 000 Frauen vorzeitig abgebrochen. Der erste Teil der Studie wurde vor zwei Jahren beendet und hatte weltweit zu einer kritischen Neubewertung der Hormonersatztherapie geführt. Bei den Frauen, die eine Kombination von Östrogen- und Gestagenpräparaten eingenommen hatten, gab es eine Zunahme von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und Brustkrebs.

Auch bei der Behandlung mit reinen Östrogenpräparaten überwiegen die Risiken offenbar den Nutzen. Die Frauen konnten auf den Gestagenanteil verzichten, weil sie keine Gebärmutter mehr hatten.

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