Volle Pulle. Ein kurzer druck, es brodelt und fertig ist das Prickel­wasser.

Nie mehr Wasser­flaschen schleppen, kein Plastikmüll und jeder­zeit ruck­zuck Sprudel­wasser auf dem Tisch – das klingt toll. Der Test Wasser­sprudler der Stiftung Warentest zeigt aber: Wirk­lich prickelnd sind nur drei getestete Modelle. Und manche Wasser­sprudler machen ziemlich schnell schlapp. Sie schaffen mit einem Gaszylinder deutlich weniger Blubber als Konkurrenz-Sprudler. Im Test: Einsteigergeräte, Modelle des Markt­führers Sodastream und teure Designerprodukten von Aarke und Kitchenaid.

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TestWasser­sprudler im Testtest 07/2019
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Ein Wasser­sprudler im Test sprudelt nur sanft

Freunde von Wasser mit viel Kohlensäure werden enttäuscht sein: Von sieben Sprud­lern im Test schaffen nur drei tatsäch­lich spritziges Wasser. Drei Modelle sprudeln höchs­tens medium, eins sogar nur sanft. Da nützt es wenig, dass sie das Schleppen von Getränkekisten ersparen – wem das Wasser nicht genug prickelt, für den war der Kauf eine Fehl­investition. Geht es um klassisches Mineral­wasser aus der Flasche, dann tragen diejenigen die Bezeichnung „Classic“ Mineralwässer, die viel Kohlensäure enthalten – im letzten Mineralwasser-Test waren es 4,2 bis 6,2 Gramm CO2 je Liter. Mehr als die meisten Sprudler schaffen. Oft sprang vorher das Über­druck­ventil an. Damit ist der maximale Kohlensäu­regehalt, also auch das maximale Prickeln, erreicht. Für Gaumen, die an sehr spritziges Wasser gewöhnt sind, könnte das zu lasch sein.

Das bietet der Wasser­sprudler-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für sieben Wasser­sprudler. Sie kosten zwischen 65 und 299 Euro. Die Auswahl reicht vom güns­tigen Einsteigergerät bis zu teuren Designerprodukten.

Kauf­beratung. Nur die Testsieger schaffen für jeden Geschmack das passende Sprudel­wasser – von sanft über medium bis stark prickelnd. Mit anderen Geräten könnten Freunde von Classic-Wasser eine Enttäuschung erleben.

Tipps und Hintergrund. Trotz baugleicher Gaszylinder sprudeln manche Geräte bis zu 86 Liter Wasser mit einem Zylinder auf, anderen geht schon nach 44 Litern maximal gesprudeltem Wasser die Puste aus.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 7/2019.

Darin unterscheiden sich die Wasser­sprudler

Alle Wasser­sprudler funk­tionieren ähnlich: Leitungs­wasser in die Flasche füllen, sie in den Sprudler einsetzen und einen Knopf oder Hebel drücken. Das Gerät presst dann Kohlen­dioxid in die Flasche, das dort zu Kohlensäure wird. Fertig ist das Blubber­wasser. Im Labor zeigten sich hingegen deutliche Unterschiede: Manche Modelle lassen sich leicht mit einer Hand bedienen. Andere wackeln. In einem Gerät spritzte Wasser beim Sprudeln aus der Flasche. Vier Geräte sind insgesamt gut, sie unterscheiden sich neben der Sprudel­stärke vor allem im Preis und Design.

Selber­sprudeln ist nicht billig

Keine Frage: Wer seinen Sprudel selbst macht, spart Müll und Aufwand. Kein Einweg-Plastik, keine Kisten, die trans­portiert und geschleppt werden müssen. Und: Beim Trink­wasser aus dem Hahn stimmt die Qualität. Das zeigen Proben der Stiftung Warentest aus 20 Städten und Gemeinden zum Trinkwasser-Test. Aber: Das Selbst­gesprudelte kostet meist mehr als die güns­tigsten guten Mineralwässer mit Kohlensäure zum Test Mineralwasser. Nur zwei Geräte reichten im Test an den Preis güns­tiger Mineralwässer heran.

Den Preis fürs Sprudeln beein­flussen nach Anschaffung der Geräte der Kohlensäu­regehalt sowie die Füllungen der Gaszylinder. Beim Markt­führer Sodastream kosten sie jeweils 8,45 Euro, beim Konkurrenten Sodatrend 6,95 Euro. Beide Zylinder sind baugleich, funk­tionieren also für alle getesteten Sprudler.

Wasser­sprudler – mit Glasflasche oder mit Plastikflasche?

Kauf­interes­senten haben die Wahl zwischen Wasser­sprud­lern mit Glas- oder Kunst­stoff­flasche. Glasflaschen sind spül­maschinen­fest, altern nicht und sehen auf dem Tisch geschmack­voller aus als Plastik. Stürze über­leben sie allerdings nicht. Kunst­stoff­flaschen dagegen sind robuster, dürfen aber nur per Hand gereinigt werden. Außerdem müssen sie bis zum Ablauf des aufgedruckten Verfalls­datums ausgetauscht werden, spätestens nach vier Jahren.

Sauber bleiben. Wer aus der Flasche trinkt, sollte sie vor dem nächsten Sprudeln gründlich reinigen.

Sicher und sauber: Tipps für Selbst­sprudler

Hygiene. Füllen Sie das gesprudelte Wasser zum Trinken möglichst um. Wenn Sie aus der Flasche trinken, sollten Sie diese vor dem nächsten Sprudeln gründlich abwaschen. Sonst können Keime in das System geraten.

Spülen per Hand. Reinigen Sie Kunst­stoff­flaschen nicht im Geschirr­spüler, sonst wird das Material spröde, die Flasche kann reißen. Glasflaschen dürfen in den Spüler.

Begrenzt halt­bar. Beachten Sie das aufgedruckte Verfalls­datum auf den Kunst­stoff­flaschen. Spätestens vor dessen Ablauf sollten Sie sie ersetzen.

Reinigung. Reinigen Sie regel­mäßig die Düse, damit keine schleim­bildenden Bakterien entstehen. Lassen Sie Flasche und System nach dem Einsatz trocknen.

Schaum­vermeidung. Bei Flaschen mit extra Plastikboden sammelt sich leicht Schaum zwischen Boden und Flasche. Das ist nicht gesund­heits­bedenk­lich, sieht aber unschön aus. Tipp: Flasche nicht im Spül­becken abwaschen, sondern mit warmem Wasser füllen und mit einer Flaschenbürste reinigen.

Kühlung. Stellen Sie Leitungs­wasser vor dem Sprudeln in den Kühl­schrank. Je kälter es ist, desto besser nimmt es das Kohlen­stoff­dioxid auf.

Preis­vergleich. Nicht nur Sodastream und Soda Trend bieten gefüllte Gaszylinder an, sondern auch zahlreiche kleinere Unternehmen – in der Regel zu nied­rigeren Preisen. CO2 in die Zylinder zu pressen, ist keine Welt­raum­technik. Wir empfehlen aber, auf die Originalitäts­versiegelung am Kopf zu achten.

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