Wasserschaden Kein Geld vom Versicherer verschenken

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Wenden sich Mieter nach einem Wasserschaden an die falsche Versicherung, verschenken sie leicht viel Geld. Für zerstörte Einrichtungsgegenstände ist es wesentlich günstiger, sich an die eigene Hausratversicherung zu wenden statt an die private Haftpflichtversicherung des Verursachers. Denn die Hausratversicherung ersetzt den Wiederbeschaffungswert, die private Haftpflichtversicherung dagegen nur den geringeren Zeitwert.

Das kann schnell einige hundert Euro ausmachen, wenn zum Beispiel in der Wohnung oben drüber der Schlauch der Waschmaschine geplatzt ist und das Wasser im eigenen Wohnzimmer Spuren an Möbeln und Teppichen hinterlassen hat.

Die geschädigten Mieter sollten sich direkt an ihren Hausratversicherer wenden. Er ersetzt die Schäden, die „bestimmungswidrig“ ausgetretenes Leitungswasser an beweglichen Einrichtungsgegenständen hinterlassen hat: Für eine zerstörte Couchgarnitur oder den Wohnzimmerschrank gibts den Neupreis. Der Versicherer wird dann je nach Schadenssituation versuchen, sich das Geld vom Verursacher zurück zu holen.

Tipp: In Mietwohnungen übernehmen Hausratversicherer in der Regel auch Schäden an Tapeten oder Laminat, das der Mieter selbst verlegt hat. Schäden am Putz sind ein Fall für die Wohngebäudeversicherung des Vermieters. Der Mieter sollte ihn informieren. Solange der Vermieter feuchte Stellen an den Wänden nicht beseitigt, darf der Bewohner die Miete mindern.

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