Wasserpfeifen Meldung

Gemeinschaftserlebnis mit Suchtgefahr: Shisha-Lounge in München.

Wasserpfeifen sind keine harmlose Alternative zur Zigarette. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung, BfR, hervor.

Auch in Deutschland. Mit Wasserpfeifen verbinden die meisten Menschen hierzulande wohl eher Vorstellungen von Orient, fremden Kulturen und exotischen Basaren. In Afrika, Asien und einigen Mittelmeerländern sind die Pfeifen traditionell weit verbreitet. Doch auch in Deutschland wird Tabak zunehmend auf diese Weise konsumiert. Viele Großstadtcafés haben mittlerweile die orientali­schen Rauchgeräte im Angebot, in denen der Tabak mit Holzkohle erhitzt wird. Der Rauch wird über einen Schlauch durch den Wasserbehälter gesogen und gekühlt. Besonders bei Jugendlichen liegen die Pfeifen im Trend. Aus diesem Grund hat das BfR die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken erstmals bewertet.

Gesundheitliche Risiken. Das Institut kommt zu folgendem Ergebnis: Der Gebrauch von Wasserpfeifen ist kaum weniger schädlich als der Konsum von Zigaretten. Die bislang vorliegenden Studien deuten sogar darauf hin, dass über den Rauch von Wasserpeifen größere Mengen an Schadstoffen wie Teer und Kohlenmonoxid aufgenommen werden als über den Rauch von filterlosen Zigaretten. Außerdem wurden krebsauslösende Substanzen wie Arsen, Chrom und Nickel in zum Teil hohen Konzentrationen nachgewiesen. Die häufig behauptete Filterwirkung des Wassers halten die Wissenschaftler für unzureichend. Die geringere Temperatur im Tabak der Wasserpfeife bedeute nicht, dass der Rauch schadstofffrei sei.

Nach langjährigem Wasserpfeifenkonsum wurden unter anderem Verschlechterungen der Lungenfunktion und ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen – zum Beispiel von Lunge, Blase und Lippen – beobachtet. Die gemeinschaftliche Nutzung von Wasserpfeifen begünstigt zudem die Übertragung von Infektionskrankheiten.

Suchtgefahr durch Nikotin

Wasserpfeifen Meldung

Hohe Aufnahme von Nikotin und Teer.

Das größte Problem der Nutzung von Wasserpfeifen sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung in der Suchtgefahr durch hohe Nikotinaufnahme.

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