Wasserkocher von Norma Nichts für Teetrinker

21.10.2010
Wasserkocher von Norma - Nichts für Teetrinker

Wasserkocher sind praktisch. Flott erhitzen sie Wasser und verbrauchen dabei wenig Energie. Norma bietet seit Montag einen Design-Edelstahl-Wasserkocher an, für günstige 19,99 Euro. Der Schnelltest zeigt, ob sich das Schnäppchen lohnt.

Inhalt

Der Schein trügt

Design-Edelstahl-Wasserkocher, doppelwandiges Cool-Touch-Gehäuse, test-Qualitätsurteil „gut“ - Norma wirbt mit starken Worten für sein aktuelles Angebot. Doch die Werbung führt in die Irre. Zwar ist das Außengehäuse des Kochers aus Edelstahl. Doch der Wasserbehälter im Inneren besteht bis auf den metallenen Boden aus Kunststoff. Das hat einen gravierenden Nachteil: Das Wasser riecht und schmeckt unangenehm nach Kunststoff. Vor allem für Teetrinker ein Graus. Nur die Bodenplatte im Innenraum ist aus Edelstahl. Damit die verdeckte Heizspirale das Wasser problemlos aufheizen kann. Immerhin, das doppelwandige Cool-Touch-Gehäuse stimmt: Wer den Wasserkocher nutzt, kann sich in der Regel nicht am Außengehäuse verbrennen. Es wird nur lauwarm. Das ist ein großer Vorteil gegenüber echten Edelstahlwasserkochern. Sie können über 90 Grad Celsius heiß werden.

Nur bauähnlich

Norma wirbt für den Wasserkocher mit einem guten test-Qualitätsurteil. Der Discounter verweist dabei auf eine Baugleichheit mit dem Wasserkocher WK 124 von Elta, der im vergangenen Vergleichstest mit gut abgeschnitten hat. Der Schnelltest zeigt: Der Norma-Wasserkocher ist dem Elta nur bauähnlich. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Das Aktionsangebot heizt das Wasser sogar schneller auf und verbraucht dabei weniger Energie. Für einen Liter Wasser benötigt er nur 3,15 statt 3,45 Minuten und verbraucht nur 100 statt 116 Wattstunden bis er automatisch abschaltet. Ein gutes Ergebnis. Nachteil: Er hat in der Verarbeitung Mängel, die die Tester bereits beim Elta kritisierten. Der Wasserkocher hat scharfe Füßchen, die in der Sockelplatte einrasten sollen. Steht der Wasserkocher ohne die Sockelplatte auf der Arbeitsfläche, können empfindliche Oberflächen zerkratzen. Hinzu kommt: Der extrem schmale Wasserstandanzeiger befindet sich nur auf einer Seite des Gehäuses. Das ist für Linkshänder ungünstig. Sie sehen den Wasserstandanzeiger nicht, wenn sie den Wasserkocher mit links greifen und auffüllen wollen. Darüber hinaus endet die Skala mit der Mindestfüllmenge. Das ist unpraktisch.

Deckel schließt nur schwer

Ein großer Unterschied zum Elta zeigt sich beim Deckel des Norma-Wasserkochers. Er rastet schlecht ein und lässt sich nur mit großem Druck schließen. Dabei kann der dreieckige Spritzschutz des Deckels am Ausguss des Wasserkochers hängen bleiben. Steht der Deckel während des Kochens offen, versagt zudem die Dampfstoppautomatik. Sie sorgt dafür, dass sich der Wasserkocher automatisch abschaltet, wenn das Wasser kocht. Immerhin: Ist das Wasser verkocht, greift die zweite Sicherungsautomatik: der Trockengehschutz. Er funktioniert tadellos.

21.10.2010
  • Mehr zum Thema

    Hand­mixer im Test Sechs Hand­rührer sind gut, einer ist mangelhaft

    - In der Küche sind Hand­mixer unver­zicht­bar: Sie kneten Kuchenteig, schlagen Eischnee und Sahne. Im Test treten 17 Hand­rührer für 15 bis 90 Euro gegen­einander an.

    Eismaschinen im Test Die besten für Zuhause

    - Eis selber machen, das geht einfach mit einer guten Eismaschine. Unser Test zeigt: Geräte mit Kompressor bereiten besseres Speise­eis zu als solche ohne Aktivkühler.

    Die besten Weihnachts­geschenke Testsieger schenken – und dabei Geld sparen

    - Schenken bringt Freude – dem Schenker und dem Beschenkten. Blöd nur, wenn das Präsent gleich kaputt­geht oder nicht so funk­tioniert, wie gedacht. Ob Spielzeug, Fernseher...