Die Schleuderdrehzahl

Je höher, desto besser? Das hängt davon ab, wie die Wäsche trocknen soll. Hier lesen Sie, wie viel Schleuder­touren nötig sind.

Rotierende Trommel als Wasser­presse

Die Schleuderdrehzahl gibt an, wie schnell die Trommel sich beim Schleudern dreht. Anders ausgedrückt: Wie viel Umdrehungen die Trommel in der Minute macht. Je schneller die Trommel rotiert, desto mehr Wasser presst sie aus der Wäsche heraus – die Restfeuchte ist geringer. Das ist besonders wichtig, wenn die Textilien anschließend im Wäschetrockner trocknen sollen. Je trockener die Wäsche aus der Maschine kommt, desto weniger Strom frisst der Wäschetrockner. Die Angaben in Prospekten und Anzeigen beziehen sich auf die höchst­mögliche Drehzahl. Sie wird in den normalen Baumwoll­programmen erreicht. Spezial­programme zum Beispiel für Fein­wäsche, Seide, Wolle oder Mixprogramme schleudern mit weniger Umdrehungen. Das ist schonender, die Wäsche knittert weniger. Praktisch ist es, wenn der Benutzer die Schleuderdrehzahlen an der Wasch­maschine frei wählen kann.

Weniger als 1 400 Umdrehungen

Früher waren Wasch­maschinen mit 1 000 oder 1 200 Umdrehungen pro Minute gängig. Wäschetrockner waren wenig verbreitet, sie galten als Energieverschwender. Die stromsparende Wärmepumpen­technik (siehe Test Wäschetrockner aus test 1/2012) war noch nicht auf dem Markt. Solche nieder­tourigen Wasch­maschinen sind meist billiger als hoch­tourige Geräte. Sie haben eine geringe Schleuder­wirkung – Klasse B oder C. Das reicht aus, wenn die Wäsche auf der Leine trocknen soll. Die Einstufung auf dem Energielabel basiert übrigens auf 1 000 Umdrehungen pro Minute. Dann liegt die Restfeuchte bei etwa 60 Prozent.

1 400 Umdrehungen

Maschinen mit 1 400 Schleuder­touren schaffen rund zehn Prozent weniger Restfeuchte, also 50 Prozent. Dann trocknet die Wäsche im Wäschetrockner rund 20 bis 40 Minuten schneller als bei unter 1 000 Umdrehungen und die Maschine braucht 0,5 bis 1,5 Kilowatt­stunden weniger Strom. Die Schleuder­wirkungs­klasse ist A oder B. Gut geeignet für das Trocknen im Wäschetrockner.
Produktfinder: Waschmaschinen mit 1 400 Schleudertouren

1 600 Umdrehungen

Bei 1 600 Schleuder­touren beträgt die Restfeuchte 45 bis 50 Prozent. Das Schleuder­ergebnis ist also noch ein klein wenig besser, die Wäsche noch ein biss­chen trockener als mit 1 400 Schleuder­umdrehungen. Die Schleuder­wirkungs­klasse ist die best­mögliche: A. Solche Wasch­maschinen sind optimal für die Kombination mit dem Trockner. Das Trocknen geht noch etwas schneller und ist noch etwas stromsparender. Aber die Wäsche knittert auch stärker. Textilien, die auf der Leine trocknen, haben mehr Falten. Das erschwert das Bügeln.
Produktfinder: Waschmaschinen mit 1600 Schleudertouren

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TestWasch­maschinen und Wasch­trockner11.11.2014
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