So testet die Stiftung Warentest

Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest Wasch­maschinen und Wasch­trockner testet und bewertet. Sie tut dies in fünf bzw. sieben Kategorien: Waschen, Wasch­trocknen und Trocknen (nur bei den Wasch­trock­nern) Dauer­prüfung, Hand­habung, Umwelt­eigenschaften und Schutz vor Wasser­schäden. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den fünf bzw. sieben Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Wasch­maschinen und Wasch­trockner im Test

Die Stiftung Warentest testet weder kostenlose Muster noch Prototypen, sondern kauft die Geräte ganz regulär ein. Die Einkäufer fragen dabei gezielt nach dem Wasch­maschinen­typ, den die Stiftung Warentest für den Test ausgewählt hat. Die Test­ergeb­nisse gelten für das getestete Modell.

Preise

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Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn das entsprechend der jeweiligen Gewichtung der Bewertungs­kategorien errechnete Qualitäts­urteil den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Wasch­maschinen und Wasch­trock­nern folgende Abwertungen an:

Waschen: Ist das Waschen (also die Sauber­keit der Wäsche, Spülen und Schleudern) befriedigend, kann das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein.

Wasch­trocknen und Trocknen: Ist bei Wasch­trock­nern die Gleich­mäßig­keit der Trock­nung ausreichend, wird dem Gruppen­urteil Wasch­trocknen und Trocknen eine halbe Note abge­zogen.

Dauer­prüfung: Ist das Gruppen­urteil Dauer­prüfung ausreichend oder mangelhaft, kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Umwelt­eigenschaften (nur Wasch­maschinen) oder Umwelt­eigenschaften Waschen (nur Wasch­trockner): Ist das Geräusch im Haupt­wasch­gang ausreichend oder mangelhaft, können die Umwelt­eigenschaften maximal eine Note besser sein. Ist das Geräusch beim Schleudern ausreichend oder mangelhaft, können die Umwelt­eigenschaften maximal zwei Noten besser sein.

Schutz vor Wasser­schäden: Ist der Schutz vor Wasser­schäden ausreichend oder schlechter, kann das test-Qualitäts­urteil maximal eine Note besser sein.

Waschen: 40 % (Wasch­maschinen), 25 % (Wasch­trockner)

Alle Geräte müssen verschiedene Wasch­programme durch­laufen:

  • Bunt­wäsche 60 Grad Celsius (Ecoprogramm) mit der Hälfte der maximalen Beladung laut Anbieter.
  • Bunt­wäsche 40 Grad Celsius mit voller und mit halber Beladung laut Anbieter.
  • Pflegeleichtes 40 Grad Celsius bei maximaler Beladung laut Anbieter (seit 2014 Pflegeleicht bei 30 Grad Celsius getestet).
  • Bunt­wäsche 40 Grad Celsius mit halber Beladung im Kurz­programm.
  • Bunt­wäsche 60 Grad Celsius mit halber Beladung im Normal­programm.
  • Bunt­wäsche 40 Grad Celsius mit 2 kg Beladung.

Das Programm

Dabei sind die Wasch­maschinen mit normierter, üblicher Haus­halts­wäsche beladen: Hand­tücher, Bett­laken und Kopf­kissen. Hinzu kommen verschmutzte Stoff­streifen mit Haut­fett, Ruß, Öl, Blut, Kakao und Rotwein. Nach dem Waschen messen und bewerten wir, wie sauber die Schmutz­streifen geworden sind (Sauber­keit der Wäsche), wie gut die Wäsche ausgespült (Spülen) und geschleudert (Schleudern) wird. Außerdem bewertet die Stiftung Warentest auch die Dauer der Programme und die erreichten Temperaturen in den beiden Programmen Bunt­wäsche 60 Grad Celsius. Erst wurde diese Temperatur in der Wasch­lauge gemessen, ab 2019 direkt in der Wäsche.

Das Programm Bunt­wäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung wurde fünf­mal geprüft, alle anderen dreimal.

Die Prüfungen Waschen erfolgten in Anlehnung an IEC 60456 Ed. 5.0 und EN 60456:2016.

Wasch­trocknen und Trocknen 15 % (nur Wasch­trockner)

Beim Wasch­trocknen wird fünf­mal je Maschine durch­gängig gewaschen und getrocknet und zwar in den Programmen 40 Grad Bunt­wäsche schrank­trocken und bügelfeucht. Neben der Reinigungs­leistung messen wir den Feuchte­gehalt (Restfeuchte) in der getrock­neten Wäsche und beur­teilen die Dauer.

Die Prüfungen Wasch­trocknen erfolgten in Anlehnung an IEC 60456 Ed. 5.0 und EN 60456:2016.

Das reine Trocknen beur­teilen wir in den Programmen Baumwolle schrank­trocken und bügelfeucht sowie bei Pflegeleicht schrank­trocken. Dabei beur­teilen wir die Restfeuchte, die Dauer und wie gleich­mäßig eine Trommelfüllung trocken wird (nur in den Programmen Pflegeleicht und bügelfeucht). Jedes Programm wurde fünf­mal geprüft.

Die Prüfungen Trocknen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 61121:2013.

Dauer­prüfung: 20 %

Drei Geräte von jedem Fabrikat waschen jeweils 1 840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhe­pausen rund um die Uhr. Sie sind mit robusten Arbeits­anzügen beladen und waschen mit einem handels­üblichen Voll­wasch­mittel. Die Dauer­prüfung dauert rund ein halbes Jahr und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjäh­rige Nutzung bei 3,5 Wäschen pro Woche. Die Bewertung richtet sich danach, ob und wann Fehler auftreten und wie schwerwiegend sie sind.

Hand­habung: 15 %

Drei Experten und zwei Nutzer bewerten, wie sich die Maschine bedienen lässt. Unter anderen erfassen sie folgende Punkte:

  • Gebrauchs­anleitung
  • Wasch­mittel­zugabe
  • Bedien­elemente (zum Beispiel Programm­wähler, Einstellen von Schleuderdrehzahlen oder Sonder­funk­tionen)
  • Einfüllen und Heraus­nehmen der Wäsche
  • Reinigen und Pflegen (Wartung) der Maschine
  • Lockerheit der Wäsche (nach dem 40-Grad-Bunt­programm)
  • Rest­lauf­anzeige

Umwelt­eigenschaften Waschen: 15 % (Wasch­maschinen, 10 % (Wasch­trockner)

Die Tester messen den Strom- und Wasser­verbrauch in allen geprüften Programmen sowie den Strom­verbrauch im Standby (Programm mit Zeit­vorwahl sowie nach Programm­ende) und im Aus-Zustand. Außerdem messen die Prüfer das Geräusch beim Waschen im Haupt­wasch­gang und beim Schleudern im Programm Bunt­wäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung. Bei Wasch­trock­nern splitten sich die Umwelt­eigenschaften auf: 10 Prozent für das Waschen und 5 Prozent für das Wasch­trocknen und Trocknen.

Die Prüfungen Geräusch erfolgten in Anlehnung an EN 60704–2–4.

Umwelt­eigenschaften Wasch­trocknen/Trocknen: 5 % (nur Wasch­trockner)

Die Tester messen und bewerten den Strom- und Wasser­verbrauch in den Wasch­trocken­programmen 40 Grad Bunt schrank­trocken und 40 Grad Bunt bügelfeucht sowie beim Trocknen in den Programmen Baumwolle schrank- und bügelfeucht sowie Pflegeleicht schrank­trocken.

Schutz vor Wasser­schäden: 10 %

Ein Experte prüft das Wasser­stopp­system und den Auslauf­schutz der Wasch­maschine. Dabei berück­sichtigt er folgende mögliche Fehler:

  • Wenn der Wasser­zulauf­schlauch platzt, muss ein Ventil das sprudelnde Wasser direkt am Hahn abstellen. Dafür ist ein doppelwandiger Schlauch erforderlich.
  • Damit die Trommel nicht über­läuft, stoppt ein Niveau­schalter recht­zeitig den Wasser­zulauf. Fällt er aus, soll die Maschine stoppen, einen Fehler melden und am besten das einge­laufene Wasser auto­matisch abpumpen.
  • Wenn das Magnetventil am Wasser­einlass klemmt oder nicht richtig schließt, läuft ständig Wasser nach und muss abge­pumpt werden. Dafür sorgt ein Sicher­heits­schalter.
  • Wenn die Wasch­maschine undicht wird, soll eine Bodenwanne das auslaufende Wasser auffangen, ein Schwimm­schalter das Programm stoppen und die Pumpe akti­vieren.
  • Wenn der Ablauf­schlauch nicht fest installiert ist und auf den Boden fällt, kann es zu einem Sogeffekt kommen. Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass einströmendes Wasser direkt über den Ablauf­schlauch wieder heraus läuft. Maßgeblichen Einfluss bei der Beur­teilung haben hier die Installations­höhe des Ablauf­schlauchs und/oder ein entsprechendes Belüftungs­system für den Ablauf­schlauch.

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