Wasch­maschinen im Test

Kauf­tipps und Wasch­tipps

Wasch­maschinen im Test - Kraft­voll, spar­sam, halt­bar
Die richtige Wasch­maschine auswählen – und anschließend mit den Tipps der Stiftung Warentest für wirk­lich saubere Wäsche sorgen. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Nach­haltig waschen zahlt sich aus! Wer mit wenig Strom, Wasser und Chemie wäscht, schont Umwelt und Geldbeutel. Die Wasch­tipps und Kauf­tipps der Stiftung Warentest.

Wasch­maschinen im Test Testergebnisse für 60 Wasch­maschinen

Inhalt

Kauf­tipps – teure Fehlkäufe vermeiden

Spontan­käufe sind gerade bei Wasch­maschinen riskant. Schließ­lich soll das neue Gerät viele Jahre treue Dienste tun. Hier lesen Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Wasch­maschine kaufen. Und wie Sie teure Fehlkäufe vermeiden.

Fragen stellen. Kaufen Sie gezielt nach Ihren Bedürf­nissen. Besuchen Sie mehrere Geschäfte. Erkunden Sie Angebote und Preise. Fragen Sie nach Liefer- und Anschluss­kosten. Nimmt der Händler die alte Wasch­maschine kostenlos mit (FAQ Elektroschrott)? Schließt er die neue Wasch­maschine an? Wie hoch sind die Verbrauchs­werte? Wie wichtig sind Laut­stärke, Programm­vielfalt und Ausstattungs­merkmale?

Verbrauchs­werte vergleichen. Nicht nur für die Umwelt, auch für das eigene Portemonnaie sind nied­rige Verbrauchs­werte wichtig. Die Maschine soll schließ­lich über viele Jahre laufen und dabei möglichst wenig Strom und Wasser verbrauchen. Das Energielabel weist einen modell­haften Verbrauch aus, mit dem Sie Geräte vergleichen können. Der Verbrauch gilt jedoch nur für die Eco-Spar­programme. Wollen Sie den Verbrauch in bestimmten Wasch­programmen wissen, müssen Sie in die Gebrauchs­anleitung schauen oder den Anbieter fragen. Auch in unseren Test­tabellen sind die wichtigsten Programme samt ihren Werten geprüft und aufgeführt: Der Verbrauch an Wasser und Strom sowie die Dauer von Programmen wie Bunt­wäsche 60 oder 40 Grad, Pflegeleicht oder Kurz­wäschen.

Über­schwemmungen vorbeugen. Soll die Wasch­maschine in der Etagenwohnung stehen, ist Rund­umschutz vor Wasser­schäden Pflicht. Die meisten Maschinen sichern alle möglichen Risiken ab: undichter Wasser­zulauf­schlauch, defekte Ventile und Schalter, undichter Bottich. Bei billigen Modellen ist das nicht selbst­verständlich. Manchmal fehlt die Bodenwanne mit Warnmelder. Mit undichtem Laugenbehälter, weil etwa Gummi­dichtungen oder Schläuche über die Zeit porös werden, sprudelt Wasser aus der Maschine heraus. Läuft das Wasser dem Nach­barn durch die Decke, wird es teuer.

Laut­stärke berück­sichtigen. Gerade während des Schleuderns sind manche Maschinen richtig laut. Im Keller oder Haus­wirt­schafts­raum stört das kaum. In der Küche oder im Bad sehr wohl. Achten Sie auf unser entsprechendes Test­urteil oder das Energielabel – dort ist auch die Laut­stärke während des Waschens und Schleuderns angegeben.

Wasch­programme prüfen. Zu den Grund­programmen, die jede Wasch­maschine bietet, zählen Koch- und Bunt­wäsche, Pflegeleicht-, Fein- und Woll­programme. Darüber hinaus gibt es jede Menge Sonder­programme, die eine Maschine verteuern können. Welche Sie brauchen, richtet sich nach Ihren Textilien und nach Ihren Gewohn­heiten. Sport­muffel benötigen kein Extra-Programm für Turn­schuhe, Stubenho­cker kein Imprägnier­programm für Outdoor­bekleidung. Das lässt sich über die Einstel­lungen von Temperatur, Dauer und Schleuderzahl regeln.

Extras auswählen. Manche Extras erleichtern den Wasch­tag, manche sind über­flüssig. Vieles ist individuell. Sinn­voll sind: freie Wahl von Temperatur und Schleuderdrehzahl, Extra-Spülgang, Spül-Stopp, Start­zeit-Vorwahl und Anzeige der Rest­lauf­zeit. Steht die Wasch­maschine in Hörweite, hilft ein Signalton am Programm­ende.

Mit dem Wasch­trockner Platz sparen. Waschen und trocknen in einem Gerät – in engen Wohnungen oft die einzige Möglich­keit, Wäsche elektrisch zu trocknen. Das hat auch Nachteile: Während des Waschens oder Trock­nens ist die jeweils andere Funk­tion blockiert – das kostet Zeit. Außerdem lässt sich weniger Wäsche trocknen als waschen. Ist eine Funk­tion defekt, steht auch die andere nicht zur Verfügung. Wasch­trocknen in einem Durch­gang dauert etliche Stunden.

Tipps für saubere Wäsche

Wäsche sortieren. Trennen Sie Weißes und Farbiges, unempfindliche Textilien von Wolle und Fein­wäsche. So können Sie stets das optimale Wasch­programm wählen. Beachten Sie dabei die Wasch- und Pfle­geanleitungen auf den Textiletiketten.

Nied­rige Temperaturen. Waschen Sie Fein­wäsche und Wolle mit maximal 30 Grad Celsius, Buntes mit 30 oder 40 Grad und Weißes höchs­tens mit 60 Grad. Moderne Wasch­mittel entfalten ihre volle Wasch­kraft schon mit diesen Temperaturen. Koch­wäsche ist höchs­tens dann nötig, wenn im Haushalt anste­ckende Krankheiten grassieren oder besondere Hygiene erforderlich ist, zum Beispiel für pflegebedürftige Angehörige. Verzichten Sie auf die Vorwäsche.

Trommel voll ausnutzen. Beladen Sie die Wasch­maschine stets mit der für das jeweilige Programm zulässigen Höchst­menge. Fünf Kilo trockene Wäsche sind zum Beispiel: 7 Frot­teehand­tücher in Stan­dard­größe (etwa 1,5 Kilogramm), Bett­bezug, Kopf­kissen und Laken für eine Person (knapp 2 Kilogramm), 6 Geschirr­tücher (rund 300 Gramm), 7 Paar Baumwoll­socken (etwa 300 Gramm), 14 Slips und 6 Herren­unterhemden (rund 1 Kilogramm).

Wasch­mittel richtig dosieren. Je nach Verschmut­zungs­grad, Füll­menge und Wasser­härte – nicht zu viel, nicht zu wenig. Die Angaben dazu stehen auf den Wasch­mittel­packungen. Die Wasser­härte sagt Ihnen das Versorgungs­unternehmen. Mit richtiger Wasch­mittel­dosierung brauchen Sie keinen separaten Entkalker für die Maschine. Der ist bereits im Wasch­mittel enthalten. Unsere Wasch­mittel­tests finden Sie auf der Themenseite Reinigungsmittel und Putzen.

Flecken vorbehandeln. Hartnä­ckige Flecken, etwa durch Fett, Wein, Matsch und Blut behandeln Sie am besten mit Fleckenmittel vor oder Sie geben Fleckensalz zum Wasch­gang dazu. Das ist ökologischer, als mehr Wasch­mittel zu nehmen oder eine höhere Wasch­temperatur zu wählen.

Hygie­nische Sauber­keit. Wenn es Ihnen auf hygie­nische Sauber­keit ankommt, etwa mit kranken Personen im Haushalt, wählen Sie möglichst kein Energiespar­programm, sondern ein Normal­programm mit mindestens 60 Grad und benutzen Sie ein pulverförmiges Vollwaschmittel. Ansonsten reichen 40 Grad.

Maschine richtig pflegen. In der Wasch­maschine sammelt sich Rest­wasser. Dort vermehren sich gerne Bakterien. Daher sollten Sie Tür und Wasch­mittel­kammer nach der Wäsche offen lassen, damit Rest­wasser verdunsten kann. Von Zeit zu Zeit sollte auch ein 60-Grad-Programm mit pulverförmigem Voll­wasch­mittel laufen, um einer Verkeimung vorzubeugen. Das kann auch ein Leer­lauf sein. Fängt die Wäsche oder die Maschine an zu müffeln, legen Sie einen Koch­wasch­gang mit pulverförmigem Voll­wasch­mittel ohne Wäsche ein.

Wasch­trockner richtig behandeln. Lassen Sie den Wasser­hahn auch während des Trock­nens geöffnet. Das Gerät zieht Wasser zum Kühlen. Beim Abpumpen spült es auch Flusen aus. In den Gummi­laschen am inneren Trommelrand können sich trotzdem Flusen ansammeln. Dort sitzen Luft­löcher fürs Trocknen, die nicht verstopfen dürfen. Sonst über­hitzt die Maschine. Wischen Sie die Laschen regel­mäßig mit einem Lappen aus.

Wasch­maschinen im Test Testergebnisse für 60 Wasch­maschinen

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672 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.04.2022 um 11:38 Uhr
Waschen 40% test-Qualitätsurteil für Bosch/Miele

@AllroundIng: Miele gehört in der Tat zu den Testsiegern gleichauf mit den Bosch- und Siemens-Geräten. Bei gleichem test-Qualitätsurteil erfolgt die Nennung in alphabetischer Reihenfolge.
Bei unseren Produkttests wenden wir ein ungestuftes Auswertesystem an. Von den Einzelurteilen über die Gruppenurteile (bei Waschmaschinen für das Waschen, die Handhabung etc.) bis hin zum Gesamturteil erfolgt die Berechnung des Qualitätsurteils ungerundet. Tatsächlich verbirgt sich hinter jedem Unterurteil eine Zahl mit deutlich mehr Stellen hinter dem Komma, die auch zur weiteren Durchrechnung für das Qualitäts-Urteil (wieder ungerundet!) benutzt wird.
Der wesentliche Vorteil der „linearen“ Rechnung gegenüber Rechenvorgängen mit Rundungen auf Gruppenurteilsebene ist, dass sich die Gruppenurteile und das Gesamturteil präziser errechnen lassen.

AllroundIng am 16.04.2022 um 17:13 Uhr
waschen 40% vertauscht bosch statt Miele ! ! !

PS: und die anderen Bewertungen sprechen auch eher für Miele als Testsieger...

AllroundIng am 16.04.2022 um 17:10 Uhr
waschen 40% vertauscht bosch statt Miele ! ! !

Waschmaschinen-test-11-2021
In diesem test haben sie 100prozentig beim Waschen 40% die Bewertungen durcheinander gebracht. Die Miele hat hat zweimal ++ bekommen aber nur 1,9 Waschen und die Bosch nur zweimal + und am ende 1,7 Waschen.
Miele gehört auf Platz 1

AllroundIng am 16.04.2022 um 17:09 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.04.2022 um 15:41 Uhr
Waschtrockner, neuer Test

@clau144: Ihren Kommentar nehmen wir gerne als Testanregung auf und leiten sie an das zuständige Untersuchungsteam weiter. Wann eine entsprechende Untersuchung durchgeführt wird, lässt sich momentan allerdings noch nicht übersehen. Die Vorschau auf das jeweils kommende Heft finden Sie unter https://www.test.de/shop/test-hefte/vorschau/