Wasserschaden durch Waschmaschine: Wann die Versicherungen zahlen

Waschmaschinen Test

Gebäude und fremde Wohnungen: Die Haftpflichtversicherung des Verursachers kommt für Schäden auch bei grober Fahrlässigkeit auf. Aber nicht alle haben eine solche Versicherung. Tipp für Geschädigte: Wenden Sie sich an Ihre Hausrat- oder Gebäudeversicherung, damit die einspringt und das Geld dann vom Verursacher (oder Versicherer) einfordert.

Eigener Schaden: Den selbst verursachten Schaden am eigenen Hausrat oder Gebäude tragen Hausrat- und Gebäudeversicherung. Aber nur, wenn Sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. „Grob fahrlässig“ laut Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz (Az. U 1124/99) ist nicht, wenn die Maschine zwei bis drei Stunden unbeaufsichtigt war, unabhängig davon, ob es einen Aquastopp gab (denn ein Defekt ist auch in der Maschine möglich). Ältere Urteile hatten kürzere Abwesenheiten und das unbeaufsichtigte Betreiben in der Nacht als grob fahrlässig bezeichnet, genau wie die Abwesenheit bei aufgedrehtem Zulauf (ohne Aquastopp). Wir haben stichprobenartig vier Versicherer befragt: Alle beurteilen jeden Einzelfall neu. Die Hamburg-Mannheimer akzeptiert in der Regel bis drei Stunden Abwesenheit und fragt eher nicht nach dem Aquastopp. Axa empfiehlt, sich nicht längere Zeit zu entfernen. Generali Lloyd und Allianz fragen in der Regel nach dem Aquastopp – um eventuell die Haftpflichtversicherung des Maschinenherstellers in Regress zu nehmen.

Auf Nummer Sicher: Vor allem, wenn großer Schaden droht (Dachgeschoss), möglichst nicht weggehen, wenn die Maschine läuft, auf keinen Fall länger als zwei bis drei Stunden, sonst riskieren Sie den Versicherungsschutz. Zulauf abdrehen, wenn die Maschine aus ist.

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