Eine aktuelle Studie zeigt: Betagte Waschmaschinen waschen nicht nur teurer als neue, sondern auch noch viel schlechter.

Experten der Universität Bonn wollten es genau wissen: Wie gut waschen alte Waschmaschinen im Vergleich zu neuen? Sie ließen acht alte Maschinen aus den 70er bis 90er Jahren gegen zwei jüngere von 2002 und 2004 antreten. Sie untersuchten Waschleistung, Wasser- und Energieverbrauch.

Nicht mehr zeitgemäß: Die bis zu 29 Jahre alten Waschmaschinen verbrauchen erwartungsgemäß nicht nur mehr Strom und Wasser als die neueren. Für eine vergleichbare Waschleistung benötigen sie auch deutlich mehr Waschmittel oder höhere Temperaturen.

Im gleichen Waschprogramm wäscht ein Oldie selbst bei Überdosierung des Waschmittels normalerweise nicht annähernd so sauber wie ein modernes Gerät. Wenn es früher 60 Grad sein mussten, reichen heute 40 aus. Dabei laufen bei einer neuen Maschine 40 bis 50 Liter Wasser durch die Trommel. Alte Modelle schlucken schon mal das Dreifache.

Überholte Technik: Waschmittel wirken heute bereits bei niedrigen Temperaturen und geringem Wasserstand. Moderne Waschmaschinen sind in ihren Abläufen darauf abgestimmt, ältere naturgemäß nicht. Sie spülen außerdem einen Teil des Waschmittels ungenutzt wieder aus.

Wann ein Neukauf lohnt: Wenn man nach Jahren merkt, dass seine Maschine nicht mehr sauber wäscht oder deutlich mehr Waschmittel braucht, als auf der Packung angegeben ist, dann ist es Zeit, über einen Neukauf nachzudenken. Erst recht, wenn bei der alten eine Reparatur ansteht. Dann sollte der Benutzer aber auch seine Gewohnheiten ändern: öfter bei 40 Grad waschen und das Waschmittel niedriger dosieren. 60 und 90 ­Grad sollten den stärkeren Verschmutzun­gen vorbehalten bleiben:

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