Wer aus dem Haus geht und die Wasser­zufuhr zur Wasch­maschine nicht zudreht, muss für Wasser­schäden gerade­stehen – auch wenn die Maschine gar nicht lief. In dem Fall hatte sich der fest montierte Zulauf­schlauch gelöst, während die Bewohnerin beim Friseur saß. Sie muss nun 70 Prozent des Wasser­schadens zahlen.

Es sei grob fahr­lässig, bei einer Maschine ohne Aqua­stopp den Wasser­hahn nie zu schließen, sodass der Schlauch ständig unter Druck steht, urteilte das Land­gericht Osnabrück (Az. 9 O 762/10).

Mit Aqua­stopp hätte der Fall anders ausgehen können. Der Bundes­gerichts­hof hat schon 1985 geur­teilt, dass man bei einem Aqua­stopp, der über längere Zeit einwand­frei funk­tioniert, grund­sätzlich nicht damit rechnen muss, dass er versagen könnte (Az. VI ZR 185/84).

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