Was steckt drin? Meldung

Türkischer Ayran und indisches Lassi sind verwandte Joghurtdrinks.

Ayran und Lassi sind traditionelle Joghurtgetränke aus der Türkei beziehungsweise aus Indien. Beide sind inzwischen auch bei uns populär und stehen sogar als Fertigprodukte im Kühlregal.

Ayran ist immer salzig. In seinem Heimatland, der Türkei, reicht man ihn besonders gern zu scharfem Essen. Ayran lässt sich im Handumdrehen selber quirlen: Einfach 500 Gramm Vollmilchjoghurt, 200 Gramm saure Sahne, ½ Liter Wasser oder Mineralwasser, Salz und Zitronensaft in einem Mixer oder mit dem Pürierstab sehr schaumig schlagen. Dann alles kalt stellen und mit etwas Minze verfeinern. Die saure Sahne und die Zitrone kommen nur außerhalb der Türkei in den Ayran. Der klassische türkische Joghurt ist durch die Verwendung anderer Bakterienkulturen (lactobacillus bulgaricus) viel saurer als unsere hiesigen Joghurtvarianten.

Lassi ist das indische Pendant zum Ayran. Zwar trinkt man es auf dem Subkontinent auch salzig, gegen Ende einer Mahlzeit stehen dort aber auch süße Varianten auf dem Tisch. Und so lässt sich Lassi nach dem Grundrezept rühren: 500 Gramm Joghurt, etwas Salz und Kreuzkümmel (Kumin), und ½ Liter Wasser schaumig schlagen. Süße Variante: Eine pürierte reife Man­go, etwas Safran und einige Teelöffel Rosenwasser mit ins Getränk geben. Lassi schmeckt am besten bei Raumtemperatur oder leicht gekühlt.

Weil für Ayran und Lassi Naturjoghurt mit lebenden Bakterienkulturen verwendet wird, sind diese Getränke günstig für die Verdauung und auch bei Durchfall hilfreich. Ein Glas (0,2 Liter) der mit Wasser verdünnten Spezialitäten enthält ohne Frucht und Zucker etwa 60 Kilokalorien.

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