Stückzinsen fallen beim Kauf von festverzinslichen Wertpapieren an. Und zwar dann, wenn der Anleger das Wertpapier nicht zum, sondern zwischen zwei Zinsterminen kauft.

Ein Beispiel: Der Zinstermin einer Anleihe ist der 30. September. Horst Baum kauft die Anleihe am 25. Februar. Dem Verkäufer muss er zum einen den aktuellen Preis für die Anleihe zahlen und zum anderen die bis dato aufgelaufenen Zinsen. Seit dem 30. September sind vier Monate und 25 Tage vergangen, das macht 145 Tage. Die deutschen Banken rechnen üblicherweise mit 30 Zinstagen pro Monat. Angenommen, der Nennwert der Anleihe ist 5000 Euro und sie wird mit 4 Prozent verzinst, dann muss Horst Baum 80,56 Euro Stückzinsen zahlen (5 000 × 4 : 100 × 145 : 360).

Zum Zinstermin am 30. September bekommt Horst Baum die Zinsen für das gesamte abgelaufene Jahr, nämlich 200 Euro. Zieht man die Stückzinsen ab, bleiben 119,44 Euro. Das ist der Betrag für die Zeit, in der er die Anleihe hielt.

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