Vorzugsaktien bringen mehr Geld, aber der Aktionär hat kein Stimmrecht.

Am bekanntesten sind Vorzugsaktien mit Überdividende. Damit wird dem Aktionär eine Dividende garantiert, die um einen festen Betrag oder einen bestimmten Prozentsatz über der Dividende für die Stammaktionäre liegt. Daneben gibt es auch Konstruktionen, bei denen erst Dividenden an die Vorzugsaktionäre gezahlt und dann der verbleibende Rest an die Stammaktionäre verteilt wird.

Als Gegenleistung verzichten Vorzugsaktionäre auf ihr Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Deshalb wurden Vorzugsaktien in der Vergangenheit gern von Familienunternehmen ausgegeben, die zwar Geld an der Börse einsammeln, aber den Aktionären keine Mitsprache einräumen wollten.

Wenn das Unternehmen allerdings keine Dividende zahlen kann, lebt das Stimmrecht des Aktionärs wieder auf.

Dieser Artikel ist hilfreich. 291 Nutzer finden das hilfreich.