Der Greenshoe hat nichts mit grünen Schuhen zu tun, sondern heißt wie das amerikanische Unternehmen, das dieses Verfahren bei einem Börsengang erstmalig eingesetzt hat. Der Greenshoe wird auch als Zeichnungs- oder Zuteilungsreserve bezeichnet.

Beim Börsengang werden zum Beispiel 1.000 Aktien ausgegeben. Die Emissionsbank behält sich das Recht vor, sich im Falle großer Nachfrage 100 Aktien von den Altaktionären auszuleihen, die sie zusätzlich ausgeben kann.

Ist der Kurs einen Monat nach der Emission unter den Ausgabepreis gefallen, kauft die Emissionsbank die 100 Aktien zum dann niedrigeren Kurs wieder zurück. Die Bank macht dadurch erstens einen Gewinn und zweitens pflegt sie mit dem Geschäft den Kurs der neuen Aktien.

Ist der Kurs gestiegen, lässt sie die 100 Aktien im Markt, das heißt, sie übt den Greenshoe aus. Erst jetzt bezahlt die Bank die Altaktionäre.

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