Welche Untersuchungen und Behandlungen die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen und welche nicht, bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss. Er legt zum Beispiel in den Heilmittel-Richtlinien fest, welche Krankengymnastik-Behandlungen die Ärzte auf Kassenrezept verschreiben dürfen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss besteht aus je neun Funktionären der Krankenkassen und der Ärzteschaft sowie drei unparteiischen Mitgliedern. Erstmals sind seit Anfang dieses Jahres außerdem bis zu neun Patientenvertreter beteiligt. Sie dürfen mitberaten und Anträge stellen, haben aber kein Stimmrecht.

Die nächste wichtige Aufgabe des Ausschusses ist es, eine Liste der rezeptfreien Arzneimittel zu erstellen, die bei schwerwiegenden Erkrankungen auch in Zukunft von den Kassen bezahlt werden. Die Liste soll bis zum 31. März fertig sein.

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