Was ist das? Meldung

Einst war er ein exquisites Genussmittel für chinesische Könige. Zurzeit preist ihn manche Werbung als Faltenkiller und Jungbrunnen an. Doch nach Auskunft des Deutschen Teeverbands ist weißer Tee seinen Verwandten, dem schwarzen und dem grünen Tee, weder durch Inhaltsstoffe noch durch seine Wirkung überlegen. Weil alle Arten aus Teepflanzen der Kamelienfamilie gewonnen werden, sind Koffein, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe vergleichbar.

Das Besondere an weißem Tee ist die Herstellung. Er wird nur getrocknet, nicht fermentiert wie schwarzer Tee und auch nicht geröstet oder gedämpft wie grüner Tee. Die verarbeiteten Blätter umhüllt ein weißer Flaum, der Aufguss hinterlässt eine leicht gelbliche Farbe.

Weißer Tee stammt vorwiegend aus den Bergregionen Südchinas, wo er in sehr kleinen Mengen produziert wird. Das macht ihn teuer: 100 Gramm kosten im günstigsten Fall 5 Euro, im ungünstigsten das Zehnfache.

Tipp: Wasser kochen, kurz abkühlen lassen, Tee aufbrühen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Man braucht zwar etwa doppelt so viele Blätter wie bei grünem oder schwarzem Tee, aber dafür entfaltet sich das Aroma beim zweiten Aufguss am besten.

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