Was 2011 alles neu ist Special

Die Strom­preise, die Beiträge für Krankenkasse und private Kranken­versicherung, die Arbeits­losen­versicherung für Selbst­ständige, die Abgaben für Kommunen, die Flugpreise – fast über­all kommen steigende Preise auf die Bürger zu. test.de sagt, womit Sie rechnen müssen und wie Sie sparen können.

Kranken­versicherung

Der einheitliche Beitrags­satz für die Krankenkassen steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent. Von diesem Zuwachs tragen Arbeitnehmer die Hälfte, bei einem Gehalt von 2 500 Euro brutto sind das monatlich rund 7,50 Euro zusätzlich. Der Wechsel in die Private lohnt meist nicht. Auch dort klettern die Beiträge.

Sozial­versicherung

Die Beitrags­bemessungs­grenze und die Versicherungs­pflicht­grenze sinken 2011. Gutverdiener treffen die Erhöhungen der Kassen­beitrags­sätze daher etwas weniger hart. Außerdem wird der Wechsel in die private Kranken­versicherung leichter.

Arbeits­losen­versicherung

Die gesetzliche Arbeits­losen­versicherung kann sich für Freiberufler lohnen. Doch die Beiträge verdoppeln sich 2011 und 2012, Selbst­ständige binden sich für fünf Jahre und können in dieser Zeit nicht mehr als zweimal das Arbeits­losengeld beziehen. test.de sagt, für wen sich die Arbeits­losen­versicherung jetzt noch lohnt.

Steuern

Immerhin: Manch einer spart 2011 Steuern. Berufs­tätige können wieder sparen, wenn sie daheim ein Arbeits­zimmer benötigen. Einge­tragene Part­nerschaften sind steuerlich güns­tiger als bisher.

Kommunale Abgaben

Für die Städte und Gemeinden war 2010 ein schwarzes Jahr: Sie erwarten 15 Milliarden Euro neue Schulden, dass sind rund 180 Euro pro Kopf, mehr als jemals zuvor. Und obwohl sich die Lage der Kommunen wieder etwas aufhellt, erwarten Experten vieler­orts steigende Abgaben und eine Kürzung der Leistungen.

Strom

Die Umlage für saubere Energien wie Solar- und Wind­kraft steigt, die Stromanbieter begründen so horrende Energiepreise. Mehr denn je lohnt sich der Wechsel, denn noch immer kassieren die viele Anbieter dicke Gewinn­margen. Wer 2011 erst­mals eine Solar­anlage installiert, bekommt trotz steigender Umlage eine geringere Vergütung als bisher üblich.

Mobilität

Bis zu 45 Euro zahlen Flug­gäste drauf, die vom Jahres­wechsel an auf einem deutschen Flughafen einchecken. An den Tank­stellen erhält der Ökosprit E10 Einzug. Und wer im EU-Ausland ein Knöll­chen nicht zahlt, kann künftig in Deutsch­land zur Rechenschaft gezogen werden.

Weitere Änderungen

Zahlreiche weitere Änderungen stehen an: Es gibt neue Personal­ausweise, mehr Trans­parenz beim Geld­abheben, einheitliche Hand­yladegeräte, Energielabel für Fernseher, eine Schlichtungs­stelle bei Streit mit dem Anwalt, den Abschied von 60 Watt-Glühbirnen, mehr Einlagensicherung, sichere und verschlüsselte E-Mails („DeMail“), mehr Umwelt­zonen und Schutz für Urlauber beim Abschluss von Time-Sharing-Verträgen für Ferien­wohnungen.

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