Warmwasseranschluss Meldung

Warmwasser aus dem Netz. Beim Geschirrspülen gibts Einwände.

Nicht in allen Fällen ist ein Anschluss der Spülmaschine an eine Warmwasserleitung sinnvoll. Eine Kilowattstunde Strom kostet zwar mit etwa 15 Cent viermal so viel wie dieselbe Energiemenge aus Gas oder Heizöl. Aber die Einsparung kann schnell dahinschmelzen.

Erster Einwand: Die Programme der Spülmaschine setzen warmes und kaltes Wasser ein. Vor-, Zwischen- und Regeneriervorgang erfolgen meist mit Kaltwasser. Beim Anschluss ans Warmwassernetz wird unnötig warmes Wasser verbraucht.

Zweiter Einwand: Etwa die Hälfte der Energie erwärmt das Geschirr und die Maschinen­teile. Heißes Wasser mit 60 °C wird durch das kalte Geschirr nach etwa zwei Minuten Umwälzung auf 40 °C abgekühlt. Dann muss die Elektroheizung der Maschine zum Nachheizen einspringen.

Dritter Einwand: Zirkuliert das Warmwasser im Netz, strömt es ohne großen Kalt­wasser-Vorlauf in die Maschine. Andernfalls dauert es aber einige Zeit, bis warmes Wasser tatsächlich in der Spülmaschine ankommt. Auch in diesem Fall muss die Maschine dann elektrisch nachheizen.

Vierter Einwand: Völlig unsinnig ist ein Anschluss, wenn das Wasser im Netz ebenfalls elektrisch erhitzt wird. Größere Wärmeverluste erhöhen die Kosten wahrscheinlich.

Empfehlung: Wird das Warmwasser zentral über eine Solaranlage aufgeheizt, lohnt es sich fast immer. Bestehen im Winter und teilweise in der Übergangszeit die genannten Einwände, sorgt die Sonne aber rund ein halbes Jahr für Warmwasser.

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