Im März des Jahres konnte die Warenterminbörse in Hannover den 50.000. Kontrakt feiern, der Handelswert nähert sich der Milliardengrenze. Zwei Jahre nach ihrer Gründung hatte die Computerbörse für Warenterminprodukte vor kurzem ihr Produktangebot, das bisher aus Preisvereinbarungen für Kartoffeln, Schweine, Rapssaat, -schrot und -öl, Weizen und Heizöl bestand, um zwei Altpapier-Futures ergänzt.

Starke Preisschwankungen, so zum Beispiel zwischen 5 und 40 Mark für 100 Kilo Kartoffeln, unterstreichen nach Aussagen der Warenterminbörse die "Notwendigkeit von Terminkontrakten zur Absicherung von Preisrisiken". Sie locken zwischenzeitlich aber auch spekulative Anleger.

Da die Börsenaufsicht weiterhin keine Ad-hoc-Meldungen aus den Schweineställen der Welt verlangt, ist die Suche nach marktbeeinflussenden Informationen allerdings schwierig. Wer beispielsweise Ende März rechtzeitig von den Gerüchten über eine Maul- und Klauenseuche in Korea erfuhr, konnte innerhalb weniger Stunden von einem Preisanstieg um mehr als 4 Prozent profitieren. Informationen zur Warenterminbörse gibts unter www.wtb-hannover.de, aktuelle Marktinformationen unter www.terminmarktwelt.de.

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