Wap-Billing Abo aus Versehen

27.08.2015
Wap-Billing - Abo aus Versehen
© Thinkstock

Beim Surfen mit dem Handy gut aufzupassen, reicht nicht. Immer wieder fangen sich Nutzer ungewollte Abos ein. Beim Kurz­nach­richten­dienst WhatsApp zum Beispiel bekommt man eine Nach­richt, die auf neue Funk­tionen hinweist und auffordert, einen Link anzu­klicken. Nutzern, die das machen, werden wöchentlich 4,99 Euro von der Telefon­rechnung abge­bucht.

Manipulierte Werbebanner

Auch viele Gratis-Apps zocken ab. Sie blenden manipulierte Werbebanner ein. Oft sind sie absicht­lich so platziert, dass man leicht versehentlich darauf klickt – schon sind 4,99 Euro weg.

Hand­ypro­vider lassen die Abbuchungen zu

Das Ganze funk­tioniert per „Wap-Billing“: Der Klick sendet ein sogenanntes Wap-Protokoll an die Abzo­cker. Die veraltete Wap-Technik erlaubt ihnen, den Surfer präzise zu identifizieren. So können sie dessen Telefon­rechnung belasten. Die Hand­ypro­vider lassen die Abbuchungen zu. Die Opfer bemerken sie erst auf ihrer Hand­yrechnung.

Drittanbieter­sperre hilft

Der Trick ist alt, aber noch immer aktuell und weit verbreitet. Er funk­tioniert nur übers Funk­netz, nicht beim Surfen über WLan. Eine Drittanbieter­sperre hilft. Die muss jeder Provider auf Antrag des Kunden gratis einrichten. Sie sorgt dafür, dass die Rufnummer nicht an Drittanbieter über­tragen wird. Dann fehlen den Gaunern die Daten des Nutzers. So haben sie keine Möglich­keit, seine Rechnung zu belasten.

27.08.2015
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