Wander­urlaub Vorsicht, Kuh! Verhaltens­regeln für Alpen­wanderer

Wander­urlaub - Vorsicht, Kuh! Verhaltens­regeln für Alpen­wanderer
Nicht zu hektisch. Wanderer sollten Kühen, wenn möglich, ausweichen. © plainpicture / photocake.de

Wandern in den Alpen, das heißt wunderschöne Pano­ramen, zum Teil unbe­rührte Natur – und oft auch Kontakt mit Kühen. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit weidenden Kühen. Um Unfälle zu vermeiden, hat das österrei­chische Ministerium für Nach­haltig­keit und Tourismus Verhaltens­regeln heraus­gegeben. Diese Regeln sollten Wanderfreunde beachten.

Regeln beim Kontakt mit Kühen

  • Kontakt zum Weidevieh vermeiden und sicheren Abstand halten.
  • Bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere die Weide verlassen.
  • Wanderwege nicht verlassen.
  • Hunde an der kurzen Leine führen oder bei einem Angriff sofort ableinen, denn Hunde sind schneller als Kühe.
  • Eine Begegnung zwischen Mutterkühen und Hunden vermeiden. Kühe beschützen ihre Kälber.
  • Bei Heran­nahen von Weidevieh: Den Tieren lang­sam ausweichen. Ihnen nicht den Rücken zukehren oder rennen.

Alm ist kein Streichelzoo

Das Ministerium betont, dass Kühe keine gefähr­lichen Tiere seien, eine Alm aber kein Streichelzoo sei. Alle Regeln finden Sie unter sichere-almen.at.

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WB1450 am 30.06.2019 um 11:49 Uhr
Jungtiere sind manchmal neugierig.

Seit die Berge begangen werden, findet dies zu Sommerszeiten in Bereichen statt auf dem sich auch die Weidetiere befinden, hier gibt es nur eine großflächige Umzäunung,
Vorkommnisse sind äußerst selten, meist interessieren sich die Tiere nicht für die Wanderer. Im Tiroler Pinnistal kam es 2014 zu einem Vorfall bei der eine Frau mit Hund um`s Leben kam, der Bauer wurde vor Gericht gestellt und verurteilt was bei den Bauern zu großer Verunsicherung führte und durch diese die Sperrung aller Wege durch Ihre Grundstücke angedroht wurde was zur Herausgabe der Broschüre und der Übernahme der Haftung durch das Land Tirol führte. Man sollte das Urteil aber im Detail lesen
https://files.orf.at/vietnam2/files/tir/201908/kuh_-attacke_pinnistal_651572.pdf, es waren schon besondere Gründe, warum man zu diesem Urteil kam.
Im Sommer 2017 wurde im Gemeindegebiet von Erl Tirol ebenfalls eine Wanderin mit Hund von den Muttertieren tödlich verletzt, hier kam es zu keiner Verurteilung.

Pedi015 am 28.06.2019 um 08:06 Uhr
Einige weitere Gesichtspunkte

Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass Rinder unglaublich neugierig sind. Je weniger sonst los ist (je weniger ein Weg begangen wird und daher je seltener Menschen vorbeikommen!), desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die gesamte Herde auf den Weg macht, sobald ein Mensch die Weide betritt, um sich anzusehen, was da Interessantes passiert.
Und wer meint, sich als Torero betätigen zu müssen oder es auf Kuh-Kuscheln abgesehen hat, weil die Kühe ja so schöne Augen haben, sollte auf jeden Fall bedenken, dass ein Mensch schon allein gewichtsmäßig keine Chance gegen ca. eine halbe Tonne Lebendgewicht hat! Die Tiere müssen es nicht böse meinen, aber unabsichtlich tut mindestens genauso weh...
Und im Gegensatz zur Stadt könnte ein Arzt bei einem Vorfall auf einer Alm etwas länger brauchen, bis er vor Ort ist.