Kraft­protz. Die Mennekes lädt mit 22 Kilowatt.

Mithilfe sogenannter Wall­boxen können Besitzer von Elektro­autos ihre Fahr­zeuge zu Hause aufladen – und zwar in vertret­barer Zeit. Der ADAC hat bereits im Herbst 2018 zwölf dieser Heim-Ladegeräte geprüft. Nun testete der Auto­mobilclub sechs weitere Wall­boxen mit einer ­Lade­leistung von 11 Kilowatt. Die Preise der getesteten E-Auto-Ladegeräte liegen zwischen 300 und 1 900 Euro. test.de fasst die Test­ergeb­nisse zusammen.

Testsieger-Wall­box für 1 900 Euro

Testsieger in der Gruppe der schnellsten Stromspender mit einer Lade­leistung von 22 Kilowatt war im vergangenen Herbst die Amtron Xtra 22 C2 von Mennekes. Mit rund 1 900 Euro ist es die teuerste Wall­box im Test. Beste Box in der 11-Kilowatt-Kategorie wurde damals die eMH1 von ABL. Mit 865 Euro liegt sie preislich im Mittel­feld. Etwas güns­tiger und ebenfalls empfehlens­wert ist Keba KeContact P30 für 762 Euro. Sie schafft 4,6 Kilowatt.

Gute Wall­box kostet kein Vermögen

Erfreulich: Der Testsieger des aktuellen Tests, die Heidel­berg Wall­box Home Eco mit 11 Kilowatt, ist mit 525 Euro deutlich güns­tiger. Knapp dahinter folgte die ­Webasto Pure für etwa 600 Euro. Gut schnitten 2019 auch die ESL Walli Light Pro, Mennekes Amtron Start C2 und Wall­box Charges Pulsar ab. Nur befriedigend ist die güns­tigste Wall­box des Tests, Perdoc ecoload, für 490 Euro. Alle Test­ergeb­nisse im Über­blick zeigen die Tabellen zum ADAC-Test Wallboxen.

Zwei Wall­boxen mit Brandgefahr

Bereits im vergangenen Herbst riet der ADAC vom Kauf der im Internet erhältlichen Billig-Wall­boxen Simple EVSE von Annies-Carparts und den Simply-EVSE-Bausatz von Franz Röcker ab. Beide schalten bei Fehler­meldungen den Strom nicht ab. Im schlimmsten Fall könne das einen Brand auslösen.

Mit 11 Kilowatt universell Laden

Wenn das erste E-Auto nicht das letzte bleiben soll, empfiehlt der ADAC den Kauf einer Ladebox mit universellen Anschluss­möglich­keiten. Dafür eigneten sich vor allem die 3-phasigen 11 Kilowatt Wall­boxen. Die Testsieger-Box von ABL könne zum Beispiel 1-phasig mit 3,7 kW Autos wie zum Beispiel den Nissan Leaf, 2-phasig mit 7,4 kW wie etwa den VW e-Golf oder 3-phasig mit 11 kW wie den Renault Zoe beladen.

Ladedauer abhängig vom Gesamt­system

Wie lange Elektro­auto-Fahrer auf volle Batterien warten müssen, hängt davon ab, wie stark die Lade­leistung des Autos, der Wall­box und des Lade­kabels ist. Pauschal lässt sich hier keine Aussage treffen. Beispiels­weise benötigt ein Auto mit einer Lade­leistung von 7,4 Kilowatt, ange­schlossen an eine 22 Kilowatt Wall­box, für eine Lademenge von 30 Kilowatt­stunden rund 4,5 Stunden.

Installation nur durch Fachleute

Wall­boxen dürfen nur von Elektrofach­kräften installiert werden. Verzichten Sie beim Kauf auf Sonder­ausstattungen, die Sie nicht zwingend benötigen: Sie können die Bedienung der Station erschweren. Hilf­reich ist ein fest am Gerät angebrachtes Lade­kabel.

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Diese Meldung ist erst­mals am 25. Januar 2019 auf test.de erschienen. Wir haben sie am 23. September 2019 aktualisiert.

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