Wald­investments Test

Viele Anleger glauben, dass Investitionen in Bäume nicht nur der Natur helfen, sondern auch gut für den Geldbeutel sein können. Wir haben sämtliche aktuell angebotenen Wald­direkt­investments getestet, die eine Vertriebs­erlaubnis der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht haben. Alle sieben Angebote waren mangelhaft, darunter auch seriöse Anbieter wie Forest Finance und Miller Forest.

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TestWald­investmentsFinanztest 01/2018
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„Wir machen Wald“ klingt erst mal gut

Die Werbung auf der Internetseite von Forest Finance lässt die Herzen grüner Anleger höher schlagen. „Wir machen Wald – machen Sie mit“, heißt es dort. Direkt­investitionen in Wälder seien gut für die Natur und schüfen dauer­haft Arbeits­plätze für Wald­arbeiter. Zudem brächten die Forst­investments den Anlegern noch eine Rendite von 6 Prozent pro Jahr ein – „bei normalen Verlauf“, erklärt Harry Assenmacher, Chef der Forest Finance in Bonn, den potenziellen Investoren.

Das bietet der Test Wald­investments

Bewertungen zu 7 Wald-Direkt­investments. Aus der Finanztest-Tabelle geht hervor, in was der Anleger investiert, und wie unsere Experten das Investitions­objekt bewerten – auch hinsicht­lich der Aspekte Ertrag und Risiko, Vertrag und Kontroll­möglich­keiten sowie Anleger­informationen.

Hintergrund. Wir erklären, wie die Wald­investments funk­tionieren, welche Unwäg­barkeiten es dabei gibt, und warum selbst Angebote von – unserer Einschät­zung nach – seriösen Anbietern nicht empfehlens­wert sind.

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Weitere Tests zu Direkt­investments finden Sie unter LED-Industrieleuchten für Anleger und Container kaufen.

Knapp 20 000 Anleger haben Wald­stücke gepachtet oder gekauft

Trotz aller Risiken und obwohl viele Anleger schlechte Erfahrungen mit Wald­investments gemacht haben – man denke an die Pleiten der Frank­furter Green Planet AG vor vier Jahren oder der Lignum Sach­wert Edel­holz AG vor einem Jahr – scheinen Forst­investments gut anzu­kommen. 18 000 Anleger haben bei Forest Finance Wald­anteile in Vietnam, Panama und Kolumbien gepachtet oder gekauft, weitere knapp 800 Anleger, darunter viele Unternehmen, haben bei der bayerischen Firma Miller Forest in para­guayische Wald­stücke investiert.

Geerntet wird meist erst nach vielen Jahren

Ob Kauf oder Pacht, bei beiden Anbietern schließen Anleger einen Dienst­leistungs­vertrag ab. Er umfasst die Auffors­tung des Wald­grund­stücks und die spätere Holzernte. Bei Miller Forest soll der Wald nach 6, 12 oder 18 Jahren, bei Forest Finance nach 12 oder 25 Jahren gerodet werden.

Anleger können sich schon ab 396 Euro beteiligen

Die Beteiligungs­summe von mindestens 396 Euro bei Forest Finance und 968 Euro bei Miller Forest muss zu Vertrags­beginn gezahlt werden. Wachsen die Bäume wie geplant, erhalten Anleger vielleicht ihr Kapital zurück plus eine Rendite, die laut Anbieter zwischen 4,3 und knapp 7 Prozent betragen soll. Dafür muss die Schlussernte jedoch gut und der Holz­preis so hoch wie kalkuliert ausfallen.

Alle sieben aktuell angebotenen Wald­investments sind mangelhaft

Wer als Geld­anlage Wald kaufen will, sollte sich das also gut über­legen. Denn mit eigenem Wald Geld verdienen, ist kein Selbst­läufer, wie unser Test von Holz­investments zeigt. Selbst Anbieter wie Miller Forest und Forest Finance, die aus unserer Sicht zu den Seriösen zählen, ist es nicht gelungen, ihre Projekte nach­voll­zieh­bar darzustellen. Alle Angebote schnitten in fast allen Prüf­bereichen mangelhaft ab.

Aufsicht prüft Prospekte nur formal

Immerhin haben Miller Forest und Forest Finance – anders als zahllose dubiose Anbieter von Baum­investments im Internet – die seit Januar 2017 vorgeschriebenen Verkaufs­prospekte und Vermögens­anlagen-Informations­blätter (VIB) vorgelegt. Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) hat die Geld­anlage­angebote gestattet. Leider prüft die Bafin nur, ob die Angaben der Anbieter in sich schlüssig sind. Ob sie richtig sind, prüft sie nicht. Anleger müssen darauf vertrauen, dass die Annahmen stimmen.

Risiken sind deutlich höher als Rendite­chancen

Aus Sicht von Finanztest sind die Prospekte jedoch in vielen Punkten intrans­parent. Auch sind die Risiken deutlich höher als die Rendite­chancen. Im schlimmsten Fall können Investoren ihr gesamtes Geld verlieren.

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