Waghalsige Baumfäll­aktion Meldung

Bei Baumfäll­arbeiten ist höchste Vorsicht geboten.

Verletzt sich jemand bei einer gemein­sam mit einem Bekannten geplanten extrem gefähr­lichen Baumfäll­aktion, haftet dieser nicht, wenn etwas schief­geht. Das Ober­landes­gericht Schleswig wies die Klage eines Mannes zurück, der sich bei einem Sturz aus acht Metern Höhe schwer verletzt hatte (Az. 11 U 141/14).

Von einer Hebebühne auf Höhe der Baumkrone aus sägte er an einem großen Ast. An diesen hatte er ein Seil gebunden, mit dessen Hilfe der unten im Traktor wartende Bekannte den Ast im Fallen wegziehen sollte. Der herab­stürzende Ast traf jedoch den oben stehenden Mann und schleuderte ihn von der Hebebühne. Ihm steht dafür weder ein Schmerzens­geld noch ein Ersatz für seinen Verdienst­ausfall zu. Denn er hatte freiwil­lig bei der gefähr­lichen Arbeits­weise mitgemacht, bei der die beiden jegliche Sorgfalt außer Acht gelassen hatten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 5 Nutzer finden das hilfreich.