Wäschetrockner

FAQ Wäschetrockner: Antworten auf Ihre Wäschetrockner-Fragen

25.08.2021
Wäschetrockner - 106 Trockner im Test
© Thinkstock / R. Klotz

Wäschetrockner sind nicht nur praktisch: Sie helfen sogar, Heiz­kosten zu sparen, wenn es draußen kälter wird. Wärmepumpen machen die neuen Trockner-Generationen spar­samer. Hier lesen Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Anschaffung, Technik und Pflege von Wäschetrock­nern.

Wäschetrockner Testergebnisse für 106 Wäschetrockner

Für 5,00 € freischalten
Inhalt

Wäschetrockner: Ihre Fragen, unsere Antworten

Kondenstrockner gibt es kaum noch ohne Wärmepumpe – was ist der Vorteil?

Beim modernen Trockner mit Wärmepumpe durch­strömt aufgeheizte Warm­luft die Wäsche und nimmt deren Feuchtig­keit auf (Test Wäschetrockner). Die warme Luft wird in der Wärmepumpe durch Abkühlen entfeuchtet und mithilfe der zuvor entzogenen Energie erneut erwärmt. So nutzt die Wärmepumpe einen Teil der Abwärme fürs nächste Trocknen. Der klassische Trockner ohne Wärmepumpe hat einen Wärmetauscher, der die feucht­heiße Luft abkühlt. Die Feuchtig­keit kondensiert zu Wasser. Zum Kühlen braucht der Trockner Raum­luft. Die erwärmt sich und entweicht später ungenutzt.

Vorteil der Wärmepumpen­technik: Sie spart Strom. Wärmepumpentrockner verbrauchen weniger als die Hälfte der Energie eines Trock­ners ohne Wärmepumpe, teil­weise sogar nur ein Drittel. Zudem kommen sie mit weniger Hitze aus als herkömm­liche Trockner. Das schont die Wäsche.

Nachteil: Trockner mit Wärmepumpe sind in der Regel teurer in der Anschaffung. Und sie enthalten teils umwelt­schädliche Kälte­mittel (siehe letzte Frage). Altgeräte sollten daher unbe­dingt beim Recycling­hof abge­geben werden. Am besten ist es, wenn der Händler bei der Lieferung eines neuen Geräts den alten Trockner mitnimmt.

A++, A+++ – was sagt mir das Energielabel auf der Maschine?

Mit A+++ gekenn­zeichnete Wäschetrockner brauchen am wenigsten Energie - rund ein Viertel weniger als A++-Modelle. Wer auf den Euro achtet: Die getesteten A++-Geräte sind in den meisten Fällen billiger als Geräte mit einem Plus mehr. Und ihr höherer Strom­verbrauch macht sie auf zehn Jahre Betrieb gerechnet nicht teurer als markengleiche Modelle aus der höchsten Energies­park­lasse.

Ökologisch sieht die Rechnung anders aus. Fachleute kalkulieren: Würden ein Jahr lang sämtliche Kunden A+++-Modelle statt A++-Trockner kaufen, brächte das jähr­lich grob über­schlagen eine Ersparnis von etwa 16 Gigawatt­stunden Strom – das ist so viel, wie eine Klein­stadt mit etwa 10 000 Einwohnern im Jahr verbraucht. Fürs Klima rentieren sich die Mehr­ausgaben für spar­same Trockner also durch­aus. Hier lesen Sie noch mehr zum Energielabel bei Wäschetrocknern.

Ist es nicht am spar­samsten, die Wäsche auf der Leine trocknen zu lassen?

Nicht unbe­dingt. Im Sommer an der frischen Luft ist die Wäscheleine die beste Variante: Das Trocknen im Freien kostet nichts und schont die Umwelt. Im Winter aber geht die Rechnung oft nicht auf. Steht der Wäsche­ständer in der beheizten Wohnung, sinkt durch das Trocknen die Raum­temperatur, sodass die Heizung stärker gefordert ist. Außerdem muss man dann häufig lüften, um die Feuchtig­keit aus dem Raum zu bekommen. Sonst droht Schimmel. Das kostet insgesamt so viel Energie, dass ein moderner Wäschetrockner spar­samer sein kann.

Tipp: Test­ergeb­nisse zu 106 Wäschetrocknern zeigt unser Trockner-Test.

Kann ich die Wäsche auch im Winter an der frischen Luft trocknen?

Ja, sogar bei Minusgraden geht das. Die Feuchtig­keit in der Wäsche gefriert erst und geht anschließend in den gasförmigen Zustand über. Der Nachteil dabei: Durch den Frost ist die Wäsche steif und nicht so fluffig wie aus dem Trockner. Am besten trocknen viel Wind und trockene Luft die Wäsche.

Erhöht ein Trockner die Gefahr, dass es im Aufstell­raum schimmelt?

Gute Wärmepumpentrockner geben so wenig Feuchtig­keit in den Raum ab, dass dies kaum Einfluss auf Schimmel­bildung hat. Trotzdem sollten Sie Bad oder Wasch­küche häufig lüften, vor allem wenn dieser Raum klein ist. Am besten jeden Tag Stoß­lüften bei weit geöff­netem Fenster.

Wie trockne ich mit Daunen gefüllte Textilien am besten im Trockner?

Mit Daunen gefüllte Textilien wie Jacken, Mäntel oder Kissen sollten immer im Trockner getrocknet werden, da die Federn beim Trocknen auf der Leine leicht verkleben. Wichtig ist, den Textilien genug Platz in der Trommel zu lassen, damit sie Bewegung haben. Die Trommel sollte also nicht prall gefüllt sein.

Geben Sie außerdem drei, vier Tennis­bälle dazu. Das schützt die Daunen vor dem Verklumpen. Da die einzelnen Daunen sehr leicht sind, lösen sie sich ohne äußere Einwirkung nur sehr schwer wieder aus einem „Klumpen“. Die Tennis­bälle sorgen für eine entsprechende mecha­nische Einwirkung von außen.

Muss ich die Flusenfilter und Flusensiebe tatsäch­lich so oft reinigen?

Ja, auch wenn es manchmal etwas umständlich ist: Waschen Sie die Flusen- und Wärmepumpensiebe am besten nach jedem Trockengang aus. Anhaftende Flusenreste entfernen sie am besten durch Absaugen mit dem Staubsauger. Werden die Filter nicht regel­mäßig gereinigt, können sich Trocken­zeit und Energieverbrauch mit der Zeit erheblich verlängern und die Geräte Schaden nehmen. Einzelne Anbieter wie Bosch und Siemens bieten Trockner mit selbst­reinigenden Wärmetauschern. Bei früheren Generationen selbst­reinigender Bosch- und Siemens-Trockner gab es offen­bar Probleme aufgrund verstopfter Pumpen. Das berichteten jedenfalls etliche test-Leser.

Die Firma BSH Hausgeräte, Hersteller der Wäschetrockner von Bosch und Siemens, hat auf Nach­frage der Stiftung Warentest erklärt, die selbst­reinigenden Modelle seien über­arbeitet worden. Alle nach Herbst 2011 auf den Markt gekommenen Modelle würden bei sachgemäßem Gebrauch zuver­lässig funk­tionieren. Wir haben das durch ein renommiertes Markt­forschungs­institut über­prüfen lassen. Die Ergeb­nisse der repräsentativen Umfrage bestätigten im Jahr 2017 die Angabe von Bosch Siemens, selbst­reinigende Wäschetrockner wiesen die gleiche Ausfall­quote auf wie andere Trockner.

Einen Arbeits­gang können auch selbst­reinigende Wäschetrockner ihren Nutzern nicht abnehmen: Das Flusensieb im Bereich der Tür muss nach jedem Durch­lauf von Hand gesäubert werden.

Wird die Wäsche im Wäschetrockner auch ohne Weich­spüler weich?

Wenn Sie Ihre Wäsche im Trockner trocknen, können Sie oft auf den Einsatz von Weichspüler verzichten. Im Vergleich zum Aufhängen auf der Leine bietet der Trockner den Vorteil, dass die Wäsche in der Trommel permanent in Bewegung ist und dabei gleich­zeitig von warmer Luft durch- und umströmt wird.

Je nach Material und Verarbeitung gelangt Luft zwischen die Fasern, sodass die Textilien flauschig werden. Auf der Leine geschieht dies primär in einer Richtung, je nachdem, wie der Wind gerade weht. Im Trockner hingegen erfolgt die Durch­strömung ständig aus einer anderen Richtung, was das Einlagern von Luft erleichtert.

Auch die Reibungs­vorgänge der Wäsche­stücke unter­einander tragen dazu bei, dass die Wäsche weich wird, weil die einzelnen Teile durch die mecha­nische Einwirkung nicht so „starr“ werden wie auf der Leine. Allerdings tritt dieser Effekt nicht bei allen Textilien gleich auf. Die Art und Verarbeitung des Stoffes spielt hier eine Rolle.

Tipp: Test­ergeb­nisse zu 106 Wäschetrocknern zeigt unser Test Wäschetrockner.

Wärmepumpentrockner arbeiten mit Kälte­mittel. Warum kann das klima­schädlich sein?

Für den geringen Energieverbrauch sorgt die Wärmepumpe. Die benötigt für ihren Betrieb aber Kälte­mittel. Dabei handelt es sich teil­weise um Tetrafluorethan (R134a). Dieser Fluorkohlen­wasser­stoff ist ein starkes Treib­hausgas. Sein Treib­haus­potenzial beträgt 1430, das bedeutet, im Lauf von 100 Jahren wärmt Tetrafluorethan die Erde 1430 Mal so stark auf wie die gleiche Menge Kohlen­dioxid.

Solange dieses Kälte­mittel nicht in die Umwelt gelangt, ist es unpro­blematisch – weiter unten finden Sie Informationen zur richtigen und einfachen Entsorgung von alten Trock­nern. Eine für die Umwelt nicht so schädliche Alternative ist Propan als Kälte­mittel. Die Hersteller der seit 2020 von uns getesteten Trockner setzen über­wiegend dieses Gas ein, vielen auch als Bestand­teil von Campinggas bekannt.

Ist Propangas nicht gefähr­lich?

Trockner mit Propan als Kälte­mittel enthalten maximal 150 Gramm des Gases. Das ist so wenig, dass kein gefähr­liches Gas-Luft-Gemisch entsteht, wenn das Gas entweichen sollte. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Mindest­größe für den Aufstell­raum haben. BSH Hausgeräte etwa empfiehlt einen Kubik­meter pro 8 Gramm Propan. Das erfordert 19 Kubik­meter Raumgröße, was etwas mehr als 2 mal 3 mal 3 Metern entspricht. Die Angaben finden sich in der Gebrauchs­anleitung und auf dem Typenschild.

Wie kann ich Trockner umwelt­gerecht und einfach entsorgen?

Entweicht das Kälte­mittel Tetrafluorethan bei der Verschrottung unkontrolliert, ist es extrem klima­schädlich. Daher ist es wichtig, kaputte oder ausgediente Trockner korrekt zu entsorgen.

Kommunale Sammelstellen wie Recycling­höfe nehmen grund­sätzlich kostenfrei Elektroschrott an. Allerdings muss nicht jeder Recycling­hof alle Arten von Elektrogeräten akzeptieren. Es ist also sinn­voll, sich vorher zu erkundigen.

Wenn Sie einen neuen Trockner bei einem Händler mit einer Verkaufs­fläche für Elektrogeräte ab 400 Quadrat­meter kaufen, muss dieser Händler ein Altgerät annehmen und richtig entsorgen. Das Gleiche gilt für Onlineshops mit einer Versand- oder Lagerfläche von mindestens 400 Quadrat­metern. Allerdings dürfen die Online-Händler auch private Abgabe­partner vor Ort nennen.

Tipp: Erkundigen Sie sich vorher, ob der Onlineshop, bei dem Sie einen Trockner kaufen wollen, das alte Gerät kostenlos bei Ihnen abholt und entsorgt.

Jetzt freischalten

Test Wäschetrockner

25.08.2021

Zugriff auf Testergebnisse für 106 Produkte (inkl. PDF).

5,00 €

Wie wollen Sie bezahlen?

  • test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben
  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen

Preise inkl. MwSt.

Fragen zum Kauf beantworten wir in unserem Hilfe-Bereich.

Warum ist dieser Artikel kostenpflichtig?

Die Stiftung Warentest

  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 3 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.
  • Mehr zum Thema

    Wasch­maschinen im Test (2021) Kraft­voll, spar­sam, halt­bar

    - Wie gut waschen, spülen, schleudern Wasch­maschinen? Halten sie lange? Wie viel Strom brauchen sie? Was nützen Eco-Programme? Das zeigt unser Wasch­maschinen-Test.

    Staubsauger im Test Akkus­auger gegen Boden­staubsauger

    - Der Staubsauger-Test der Stiftung Warentest enthält Test­ergeb­nisse, Preise und Ausstattung für 132 Staubsauger. Hier finden Sie den richtigen Sauger!

    Tablets im Test 2021 Die besten Tablets für Sie

    - Display, Akku, Hand­habung: Welche Tablets sind die besten? Worauf sollten Käufer achten? Antworten liefert der ständig aktualisierte Tablet-Test der Stiftung Warentest.