So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Wäschetrockner in vier Kategorien: Trocknen, Hand­habung, Umwelt­eigenschaften sowie Sicherheit und Verarbeitung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den vier Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Test Wäschetrockner

Die Stiftung Warentest testet weder kostenlose Muster noch Prototypen, sondern kauft die Geräte anonym im Handel ein. Die Einkäufer fragen dabei gezielt nach dem Wäschetrockner, den die Stiftung Warentest für den Test ausgewählt hat. Die Test­ergeb­nisse gelten für das getestete Modell.

Preise

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Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Wäschetrock­nern folgende Abwertungen an:

  • Umwelt­eigenschaften: Bei ausreichenden Umwelt­eigenschaften wurde das test-Qualitäts­urteil eine halbe Note abge­wertet.
  • Hand­habung: War die Hand­habung ausreichend, wurde das test-Qualitäts­urteil eine halbe Note abge­wertet.
  • Sicherheit und Verarbeitung: Bei mangelhafter Sicherheit und Verarbeitung lautete das test-Qualitäts­urteil mangelhaft. Bei ausreichender Sicherheit und Verarbeitung konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.
  • Strom­verbrauch: Bei ausreichendem Strom­verbrauch konnten die Umwelt­eigenschaften nicht besser sein.
  • Reinigen: War das Reinigen der Wärmepumpensiebe ausreichend, wurde die Hand­habung um eine halbe Note abge­wertet.

Trocknen: 50 %

Die Prüfungen erfolgten mit Füll­mengen nach Anbieter­angaben. Bei Baumwolle schrank­trocken mit voller und halber Beladung lag die Restfeuchte zu Beginn bei 50 Prozent, ebenso bei Baumwolle bügelfeucht bei voller Beladung. Bei Pflegeleicht schrank­trocken: Volle Beladung, Restfeuchte zu Beginn 40 Prozent. Wir beur­teilten, ob die in der Norm geforderte Endrestfeuchte einge­halten wurde und inwiefern die Ergeb­nisse über fünf Trocken­vorgänge repro­duzier­bar waren. Wir maßen die Programm­dauer. In den Programmen Pflegeleicht und Bügelfeucht beur­teilten wir die Gleich­mäßig­keit der Trock­nung. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 61121:2013.

Umwelt­eigenschaften: 15 %

Bei allen Trocken­durch­gängen ermittelten wir den Strom­verbrauch. Wegen unterschiedlicher Füll­mengen bewerteten wir den Verbrauch pro Kilogramm Trocken­wäsche (spezi­fischer Strom­verbrauch). Zudem ermittelten wir unter anderem den Standby­verbrauch mit Zeit­vorwahl, in ausgeschaltetem Zustand, nach Programm­ende und unaus­geschaltet (Left-on-Zustand). Den Wirkungs­grad der Kondensation bewerteten wir bei Baumwolle schrank­trocken anhand der Wasser­menge im Kondensatbehälter. Für den Prüf­punkt Geräusch maßen wir den Schall­leistungs­pegel. Der Schall­leistungs­pegel in dB(A) wurde in Anlehnung an DIN EN 60704–2–6:2013 gemessen.

Hand­habung: 30 %

Drei Fachleute und zwei Nutzer beur­teilten Gebrauchs­anleitung, Bedien­elemente sowie Be- und Entladen der Geräte. Relevant waren auch Entleeren des Kondensatbehälters, Reinigen der Flusensiebe sowie der Wärmetauschersiebe und die Lockerheit der Wäsche.

Sicherheit und Verarbeitung: 5 %

Geprüft wurden bei der elektrischen Sicherheit unter anderem Anforderungen an Netz­anschluss und Schutz­leiter sowie Sicher­heits­hinweise. Zudem über­prüften wir Oberflächen­temperaturen, Türöffnungs­kraft, Verletzungs­gefahren sowie Auffälligkeiten bei der Verarbeitung. Die elektrische Sicherheit wurde in Anlehnung an DIN EN 60335–1:2012 und DIN EN 60335–2–11:2015 geprüft.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wir kenn­zeichnen sie mit einem Stern­chen *).

Änderungen im Vergleich zu den Tests von 2013 bis 2016

Größeres Fassungs­vermögen, geringerer Strom­verbrauch, Änderungen am Design: Wäschetrockner haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an. Seit 2017 bewerten wir bei den Geräten den Strom­verbrauch und den Wirkungs­grad der Kondensation (Kondensations­wirkung) strenger. Bei der Bewertung der Sicherheit werden seit 2017 auch Anforderungen der Sicher­heits­norm (DIN EN 60335) über Sicher­heits­hinweise in der Gebrauchs­anleitung berück­sichtigt. Bei der Hand­habung werden die Reinigung des Flusensiebs und das Entleeren des Kondensatbehälters strenger bewertet. Bei der Hand­habung werden die Inbetrieb­nahme und das Aufstellen sowie die Türverriegelung bei maximaler Beladung nicht mehr bewertet.

Tests vor 2013

Größeres Fassungs­vermögen, geringerer Strom­verbrauch: Wäschetrockner haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an.

  • Vor 2013 lauteten die Gruppen­urteile und Gewichtungen:
  • Trocknen: 45%,
  • Umwelt­eigenschaften: 30%
  • Hand­habung: 25%
  • Das Gruppen­urteil Sicherheit und Verarbeitung gab es noch nicht.
  • Vor 2013 prüften wir die Trock­nungs­leistung mit Baumwolle schrank­trocken, mit voller Beladung und einer Anfangs­restfeuchte der Wäsche von 70%. Neue Wasch­maschinen schleudern deutlich besser. Daher prüfen wir Wäschetrockner seit 2013 im Programm Baumwolle schrank­trocken, mit voller Beladung und einer Anfangs­restfeuchte von 50%.
  • Bis 2013 lagen die Grenzen für den Strom­verbrauch höher.
  • Die Lockerheit der Wäsche sowie die Türverriegelung wurden nicht beur­teilt.

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TestWäschetrockner05.10.2017
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