Wäschetrockner aus dem Teleshop HSE24 Schnelltest

Der Energieverbrauch von herkömmlichen Wäschetrocknern ist oft sehr hoch. Hier soll ein Trockner aus dem Teleshop HSE24 Abhilfe schaffen: Er sieht aus wie eine Kreuzung aus einer Apollo-Mondlandefähre und einer Stehlampe, kostet 89,99 Euro und soll - so die Moderatoren von HSE24 - energiesparend arbeiten und besonders empfindliche Textilien schonen. test.de sagt, ob das Gerät die Werbeversprechen einhalten kann.

Feuchtigkeit im Raum

Bei dem Gerät wird die Feuchtigkeit aus der Wäsche während des Trockenvorgangs direkt an die Raumluft abgegeben. Wer den Wäschetrockner in der Wohnung benutzt, muss also - wie beim Trocknen auf der Leine in Wohnräumen - lüften, damit sich die Feuchtigkeit nicht im Innenraum niederschlägt.

Bügel haben wenig Halt

Anders als bei herkömmlichen Geräten kommt die Wäsche nicht in eine Trommel, sondern wird mit Bügeln auf insgesamt sechs Stangen gehängt. Jede Stange hat drei Kerben für die Bügel. Diese Vertiefungen geben den Bügeln aber nur wenig Halt, da sie zu wenig ausgeformt sind. So können die Bügel samt Kleidungsstück leicht verrutschen, wenn der Wäschesack über die Kleidung gezogen wird.

Ungleichmäßig trocken

Der Trockner verfügt über eine Zeitschaltuhr, bei der Benutzer entweder eine maximale Trockenzeit von 3 Stunden oder Dauerbetrieb einstellen können. Ein Trockenvorgang im Test wurde mit 18 Hemden, ein zweiter mit 18 Handtüchern durchgeführt. Bei beiden Versuchen mussten die Tester auf Dauerbetrieb umstellen. Die maximale Zeit reichte zum Trocknen nicht aus. Auch war die Wäsche nur ungleichmäßig getrocknet. Kleidungsstücke, die außen hingen und auch Handtücher weiter oben, hatten noch feuchte Stellen. Ein Grund dafür: An der Innenseite des übergestülpten Wäschesacks schlägt sich Kondenswasser nieder. Liegt die Wäsche dort an, bleibt sie feucht. Dagegen waren andere Stellen an Kleidung und Handtüchern schon übertrocknet. Für besonders empfindliche Textilien dürfte das nicht besonders schonend sein. Allerdings: Der oft brettartige Zustand wie beim Trocknen auf der Leine, stellte sich nicht ein. Trotzdem ist die Wäsche aus herkömmlichen Trommeltrocknern etwas weicher als beim HSE24-Gerät. Großes Manko: Insgesamt dauert das Wäschetrocknen mit dem Teleshopping-Gerät etwa 5 mal so lange, wie in einem herkömmlichen Trommeltrockner. Für die Hemden benötigte der Trockner dreieinhalb Stunden und die Frotteehandtücher waren erst nach etwa fünf Stunden trocken.

Hoher Energieverbrauch

Nicht nur, dass die Wäsche - anders als von den Moderatoren versprochen - länger zum Trocknen braucht als in anderen Geräten. Energiesparend ist der Wäschetrockner aus dem HSE24-Shop auch nicht. Der Verbrauch ist mit der getesteten Wäschemenge etwa 1,5 mal höher als bei Trommeltrocknern. Und: Zwar hat die Wäsche weniger tiefe Falten, doch wer faltenfreie Wäsche anziehen möchte, muss auch hier zum Bügeleisen greifen. Die Wäsche bleibt in etwa so zerknittert, wie sie nass aus der Waschmaschine kommt.

Nicht sicher

Der Trockner steht relativ wackelig, besonders, wenn er einseitig belastet ist. Im Test brachte eine einzige feuchte Winterjacke den Trockner zum kippen. Benutzer sollten das Gerät also besser nicht einseitig beladen. Auch beim Überstülpen des Wäschesacks ist Vorsicht angebracht: Auch hierbei kann der Trockner umfallen. Zudem ist der Bedienknopf leicht zu entfernen. Er kann in einer um 180 Grad verdrehten Stellung wieder aufgesetzt werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass Nutzer das Gerät unbeabsichtigt auf Dauerbetrieb einstellen.

test-Kommentar:Nicht richtig trocken
Ausstattung / technische Merkmale: Im Überblick

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