Steuerzahler, die ihr Geld in fremde Währung tauschen, um es anzulegen, müssen beim Rücktausch aufpassen. Wollen sie das Guthaben in ausländischer Währung innerhalb eines Jahres wieder zurücktauschen, können Spekulationseinkünfte entstehen. Ist der Kurs der ausländischen Währung inzwischen gestiegen, entsteht ein steuerpflichtiger Kursgewinn, entschied der Bundesfinanzhof (Az. IX R 74/96).

In die Steuerzange geriet unvermutet ein Anleger. Er gab die ausländischen Zinserträge in seiner Steuererklärung an. Prompt erfasste das Finanzamt darüber hinaus die erzielten Kursgewinne durch den Währungsrücktausch.

Dabei hatte der Anleger nicht auf die Kurssteigerung der fremden Währung spekuliert, sondern Festgeld auf einem Fremdwährungskonto wegen höherer Zinserträge angelegt. Doch die Spekulationsabsicht sei entbehrlich, befand der Bundesfinanzhof.

Valuta in fremden Währungen zählen zu den Wirtschaftsgütern, begründeten die obersten Richter. Deshalb können sie auch Gegenstand eines Spekulationsgeschäfts sein. Das passiert, wenn zwischen dem Tag der Anschaffung der Fremdwährung und dem Tag der Veräußerung (Rücktausch) die Spekulationsfrist noch nicht abgelaufen ist.

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