So funk­tioniert die Absicherung

Wer sich gegen Wechsel­kurs­verluste absichert, muss dafür meist Geld bezahlen. Je höher die Zinsen in der ausländischen Währung sind, desto teurer wird das.

Zur Absicherung ein Termin­geschäft

Um eine Geld­anlage in fremder Währung abzu­sichern, schließen Fonds­manager Devisen­termin­geschäfte ab. Beispiel Aktienfonds USA: Fällt der Dollar, fällt – umge­rechnet in Euro – auch der Preis des Fonds. Das passende Termin­geschäft entwickelt sich entgegen­gesetzt, das heißt, es gleicht die Währungs­verluste des Aktienfonds wieder aus. Wenn der Dollar steigt, würde zwar auch der Preis des Fonds in Euro steigen – doch in diesem Fall fressen die Verluste aus dem Termin­geschäft die Gewinne wieder auf. Was auch immer mit dem Dollarkurs passiert – der Anleger mit dem abge­sicherten Fonds kriegt nichts davon mit. Fast nichts.

Fall­stricke bei der Absicherung

Die Fonds­manager müssen sich im Voraus entscheiden, welchen Betrag sie absichern, beispiels­weise ein Fonds­vermögen von 1 Million Dollar. Steigen nun die Aktien eines Fonds auf 1,2 Millionen Dollar, dann sind die hinzugewonnenen 200 000 Euro erst einmal ungesichert. Den ursprüng­lichen Absicherungs­betrag können die Manager im Nach­hinein nicht mehr ändern. Aber sie können ihre Absicherungs­geschäfte jeweils monatlich neu abschließen und an die neuen Kurs­stände anpassen. Täglich wäre natürlich noch besser – aber auch teuer. Deshalb ist die Absicherung so gut wie nie perfekt.

Kosten der Absicherung

Was die Währungs­sicherung kostet, hängt davon ab, wie hoch die Zinsen in den unterschiedlichen Währungs­räumen sind. Sind die Zinsen im Dollarraum höher als im Euroraum, dann legt der Fonds­manager entsprechend drauf. In einem Währungs­raum mit nied­rigeren Zinsen – in Japan jahre­lang der Fall – macht er mit der Währungs­absicherung sogar ein Plus.

Tipp: Wenn Sie Fonds mit Währungs­absicherung (Hedge) suchen, nutzen Sie den Produktfinder Fonds. In der Filter­leiste links unten können Sie unter „Währung“ die gewünschte Absicherungs­währung eingeben – in der Regel Euro.

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