Zur Frage, wie bestimmte Festgeldanlagen in Fremdwährungen besteuert werden müssen, hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt/Main Stellung genommen (S 2252 A ­75­St II 32). Dabei geht es um so genannte Swapgeschäfte, die Festzinspapiere in Währungen anlegen, deren Zinsniveau niedriger ist als das der D-Mark.

Der Rücktausch der Fremdwährung ist zum festen Termin (Laufzeitende) und festen Wechselkurs unabhängig von der tatsächlichen Kursentwicklung vereinbart. Auf diesem Weg wollen Anleger steuerfreie Kursgewinne statt steuerpflichtiger Zinserträge kassieren.

Solche Swapgeschäfte gerieten ins Visier der Steuerfahnder in einer Sparkasse. Die Sparkasse wies dem Kunden nach Ablauf der Laufzeit die Zinsen aus, nicht aber die Kursdifferenzen. Die Gewinne aus der Kursdifferenz zwischen dem niedrigeren ausländischem Zins und dem höheren inländischen Zins (Swapsatz) seien jedoch steuerpflichtig. Die Steuerpflicht ließe sich auch nicht dadurch umgehen, wenn nicht der Anleger selbst, sondern der Ehepartner das Termingeschäft abschließe.

Bei ähnlichen Anlagemodellen müssen Anleger sich deshalb auf Streit mit der Finanzverwaltung einstellen, insbesondere wenn ihnen am Ende der Laufzeit ein fester Betrag zusteht.

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