Währungen Meldung

Zurzeit liegen die Zinsen der Europäischen Zentralbank 1,25 Prozentpunkte höher als die der Fed, der Zentralbank der USA. Deshalb fließt das Geld der Anleger in die EuroLänder. Das trägt zur Stärkung des Euro bei.

Der Dollar ist schwach und die Anleger, die in Dollar-Papiere investiert haben, müssen seit Monaten Währungsverluste hinnehmen. Doch wenn er wieder steigt, sind Währungsgewinne drin. Einen starken Einfluss auf die Entwicklung des Dollars hat die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Fed, der amerikanischen Zentralbank.

Seit Anfang 2002 gehts mit dem Dollar bergab. Das lag zunächst an der schwachen Haushalts- und Wirtschaftslage in den USA. Dazu kam dann noch der Irakkrieg. Doch die Schwäche des US-Dollars wird auch gefördert durch den Zinsunterschied zwischen der EZB und der Fed. Der Zinssatz der EZB ist mit 2,5 Prozent zurzeit doppelt so hoch wie der Satz der Fed (1,25 Prozent). Weil die Zinsen in den Euro-Ländern attraktiver sind, fließt Geld der Anleger von den USA nach Europa. Das schwächt den Dollar und stärkt den Euro.

Viele Analysten erwarten, dass die EZB ihren Leitzinssatz senkt. Dann würde der Zinsunterschied zwischen Europa und den USA schwinden. Der Reiz, in Euro anzulegen, ließe nach. Das könnte den Euro schwächen, der Dollar würde stärker.

Wer über ein deutsches Tagesgeldkonto verfügt, muss sich im Falle einer Zinssenkung der EZB auf sinkende Erträge einstellen. Denn die Banken passen die Tagesgeldzinsen an, wenn der Leitzins sinkt.

Tipp: Auf einen Anstieg des Dollars können risikofreudige Anleger mit Geldmarktfonds spekulieren, die in Dollar investieren.

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