WWN-Group Meldung

Die Treuhandverträge, die Vermittler der Innsbrucker WWN-Group Kunden beim Abschluss einer langjährigen fondsgebundenen Versicherung aufschwatzen, sind unseriös. So kann die Notarkammer Berlin „ein berechtigtes Sicherungsinteresse nicht erkennen“. Mehr noch: „Die Treuhandtätigkeit des Notars steht daher nicht im Einklang mit dem Beurkundungsgesetz“, erklärte die Kammer. Damit bestätigt sich unser Verdacht, dass der ­Berliner Notar Michael E. Wünsch die Verträge ­lediglich abschließt, um Gebühren zu kassieren. Weiter profitieren die Wiener Bank Austria Creditanstalt Versicherung als Anbieter der Police „Life Invest“ sowie der Finanzdienstleister WWN-Group.

Denn Kunden verpflichten sich in den Verträgen zur Zahlung von drei Jahresprämien im Voraus. Zudem unterschreiben sie, dass sie von dem Vertrag nicht zurücktreten. So soll verhindert werden, dass ein Kunde seinen Vertrag schon bald storniert. Denn erst wenn ein Kunde drei Jahresprämien gezahlt hat, verdient der Vermittler die volle Provision.

Wünsch verteidigt sein zweifelhaftes Vorgehen. Er sieht ein berechtigtes Sicherungsinteresse in der Altersabsicherung für den Kunden sowie in günstigeren Prämien durch die Vorauszahlungen. ­Kunden sollten sich das nicht gefallen lassen und unter Hinweis auf die Stellungnahme der Notarkammer Berlin die Auflösung der Verträge verlangen.

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