Vor gut einem Jahr berichtete Finanztest über ein dubioses Vorsorgemodell mit 19 Verträgen, das zwei Berater der WWK-Unternehmensgruppe einer Familie zur Altersvorsorge aufgeschwatzt hatten. Jetzt sitzt einer der beiden Berater in Untersuchungshaft, informierte Anwalt Andreas Meyer, der mehrere WWK-Geschädigte vertritt.

Der Berater hat mindestens 25 Kunden der WWK geschädigt, erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier von der Staatsanwaltschaft in Freiburg. Bisher sei ein Schaden von 700 000 Euro ermittelt worden, der sich aber vermutlich noch auf eine Million Euro vergrößere.

Geschädigte können jedoch auf Schadenersatz hoffen. Denn WWK-Vorstandsmitglied Jürgen Schrameier versicherte Finanztest schon 2003, dass man für Falschberatungen von Handelsvertretern, die für die WWK arbeiten, finanziell geradestehen werde.

Die WWK, die sich offenbar von dem Berater inzwischen getrennt hat, will zunächst das Ermittlungsverfahren abwarten. Derzeit prüfe sie, ob Kunden der WWK betroffen sind.

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