WM-Ticketverkauf Meldung

Lange vor dem Anpfiff der Fußball-WM 2006 gibt es Ärger um die Eintrittskarten. Die erste Phase der Ticketvergabe ging im April zu Ende; nun versuchen viele der ausgelosten Gewinner, ihre Karten zu saftigen Preisen beim Onlineauktionshaus Ebay zu verkaufen. Doch es ist keine gute Idee, sie zu kaufen. Käufer haben keine Garantie, dass sie die Tickets wirklich nutzen können.

Bis sechs Wochen vor Beginn der WM gibt es überhaupt keine „physischen Tickets“, sondern nur eine schriftliche Bestätigung der Fifa – eine „Ticketoption“. Da aber liegt das Problem: Das WM-Organisationskomitee will nur Kartenbesitzer ins Stadion lassen, die ihr Ticket direkt als registrierte Käufer geordert haben. Der Weiterverkauf ist verboten. Nur bei triftigen Gründen wie einer Erkrankung soll der Fußballfan sein Ticket übertragen dürfen. Vermutet das Organisationskomitee Schwarzmarkthandel oder Geschäftemacherei, will es die Übertragung verbieten.

Mit dem Kauf einer Ticketoption bei Ebay ist die WM-Karte daher keineswegs sicher. Lehnt das Komitee die Übertragung ab, muss der enttäuschte Käufer dem bereits gezahlten Kaufpreis hinterherlaufen, was schwierig werden kann.

WM-Fans, die bislang leer ausgegangen sind, können noch auf vier weitere Verkaufsphasen hoffen. Zudem plant das Organisationskomitee nach anfänglichem Sträuben, bis Ende 2005 eine offizielle Onlinetauschbörse für WM-Tickets einzurichten. Damit wollen die Organisatoren das Schwarzmarktproblem lösen und den Fußballfans die Möglichkeit geben, Tickets legal zurückzugeben oder zu tauschen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 184 Nutzer finden das hilfreich.