WM-Teilnehmer Mexiko Meldung

Fußballerisch ist Mexiko eher Mittel­klasse. Wirt­schaftlich läuft es da schon runder: Das Land der Maya und Azteken ist nach Brasilien die zweitgrößte Volks­wirt­schaft Latein­amerikas. test.de zeigt jeden Tag einen WM-Teilnehmer von seiner wirt­schaftlichen Seite.

Mexiko in Zahlen*

WM-Teilnehmer Mexiko Meldung

Mexiko auf der Welt­karte

Mexiko auf der Welt­karte

  • Einwohner: 120 Millionen
  • Haupt­stadt: Mexiko-Stadt
  • Währung: Mexika­nischer Peso, 1 Euro = 17,64 Pesos (Stand 11.6.2014)

Sport­lich und wirt­schaftlich – aufschließen zu den Besten

Fußball-Mexiko träumt vom großen Erfolg. Bei den letzten fünf Endrunden war jeweils im Achtel­finale Schluss. Dieses Mal soll mehr heraus­springen. Mindestens Viertel­finale, lautet das Ziel. Wirt­schafts-Mexiko hat sich da schon weiter nach vorne gespielt. Gemessen am Brutto­inlands­produkt (BIP), der gesamten Wirt­schafts­leistung, liegt Mexiko auf Platz 11 in der Welt und lässt damit etwa WM-Favoriten wie Italien oder Spanien hinter sich. Nun hinkt der Vergleich zwar ein biss­chen, denn in Italien leben nur halb so viele Menschen, die zur Wirt­schafts­leistung beitragen können, und in Spanien sind es noch weniger. Trotzdem: Im Kreise der latein­amerikanischen Schwellenländer ist Mexiko – Gast­geber der Welt­meisterschaften 1986 und 1970 – eine Macht.

Die Wirt­schaft: Ein starkes Team in Latein­amerika

Im Schwellenländer­index MSCI Latin America hat der mexika­nische Aktienmarkt einen Anteil von 27 Prozent. Mexiko ist damit der zweitstärkste Markt hinter Brasilien mit einem Gewicht von rund 57 Prozent. Ähnlich wie der Index ist auch der beste Aktienfonds unterwegs. Der Fonds JP Morgan Latin America Equity (LU0053687314), der einzige im Test mit der Finanztest-Bestbewertung von fünf Punkten, zählt den mexika­nischen Telefonanbieter America Movil zu den zehn größten Positionen. America Movil ist das Schwergewicht der Bolsa Mexicana de Valores, der mexika­nischen Börse. Weitere große Player sind der Getränke­fabrikant Femsa sowie der Grupo Financiero Banorte, ein Finanz­dienst­leister.

Seit Mitte März geht’s wieder aufwärts

So richtig gut gelaufen sind die latein­amerikanischen Schwellenmärkte zuletzt allerdings nicht. Minus 20,7 Prozent lautet das enttäuschende Ergebnis des JP Morgan-Fonds für das vergangene Jahr (Stand 31. März 2014). Und das Fonds­management schreibt, es sei noch nicht abzu­sehen, ob die Märkte ihren tiefsten Stand in diesem Jahr bereits erreicht hätten. In Mexiko war’s nicht ganz so schlimm. Zum Beispiel hat der Indexfonds iShares MSCI Mexico Capped Ucits ETF (IE00B5WHFQ43) in derselben Zeit nur minus 17,1 Prozent gemacht (Stand 31. März 2014). Das allein wäre kaum ein Trost. Mehr Mut machen aber die seit Mitte März wieder steigenden Kurse. Der Börsen­index des Landes, der IPC Mexico, ist seither um etwa 5 000 Punkte gestiegen - von knapp 38 000 auf rund 43 000 Punkte – ein Anstieg um gut 13 Prozent. Unterm Strich liegen die Kurse jetzt wieder auf dem Niveau, das sie zu Jahres­beginn hatten.

Tipps für Anleger

Investments in einzelne Länder sind ausgesprochen riskant, zumal wenn es sich um Schwellenländer handelt. Besser eignen sich Regionenfonds zur Beimischung, wie zum Beispiel Schwellenländer Latein­amerika. Finanztest hat diese Fondsgruppe bewertet.

* Quellen: The World Factbook, Thomson Reuters

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