WM-Teilnehmer Honduras Meldung

In Honduras leben knapp 8,6 Millionen Menschen. In der Fifa-Welt­rangliste liegt das kleine Land auf Platz 33 und gehört damit zu den 20 Prozent besten der Welt. Die wirt­schaftliche Bilanz sieht jedoch weit schlechter aus: Honduras ist nach Nicaragua das zweitärmste Land Zentral­amerikas. test.de zeigt jeden Tag einen WM-Teilnehmer von seiner wirt­schaftlichen Seite.

Honduras in Zahlen*

WM-Teilnehmer Honduras Meldung

Honduras auf der Welt­karte

Honduras auf der Welt­karte

  • Einwohner: 8,6 Millionen
  • Haupt­stadt: Tegucigalpa
  • Währung: Hondura­nischer Lempira, 1 Euro = 28,25 hondura­nische Lempiras (Stand 12. Juni 2014)

Fakten zur Wirt­schaft

Zwar wächst die hondura­nische Wirt­schaft, doch was das BIP pro Kopf angeht, die Wirt­schafts­leistung im Verhältnis zur Einwohnerzahl, zählt Honduras zu den 25 Prozent ärmsten Ländern der Welt. Der mittel­amerikanische Staat leidet unter einer extrem ungleichen Einkommens­verteilung und hohen Kriminalitäts­raten. Das Land ist auf Einfuhren angewiesen, unter anderem bei der Energieversorgung. Ausgeführt werden zum Beispiel Ananas, Bananen, Kaffee und Palmöl. Insgesamt importiert Honduras mehr als es exportiert. Die Export­unternehmen sind allerdings über­wiegend in ausländischer Hand.

Staats­papiere prägen die Börse in Tegucigalpa

Einen Index von MSCI für Honduras gibt es nicht. Anfang Juni veröffent­lichte die hondura­nische Tages­zeitung La Prensa einen Artikel über die Entwick­lungen an der Bolsa Centroamericana de Valores, der hondura­nischen Börse: Die meisten Wert­papiere, die dort gehandelt werden, sind Anleihen, und der größte Markt­teilnehmer ist mit einem Anteil von 99 Prozent der Staat.

Zum dritten Mal dabei

Für Honduras ist es die dritte WM-Teil­nahme. Im Rahmen der Qualifikation für Brasilien haben los catrachos, wie sich die Honduraner nennen, immerhin Mexiko, Costa Rica und die USA geschlagen, während der WM-Vorbereitung spielte das Team unent­schieden gegen England. 2010 schied die Mann­schaft bereits in der Vorrunde aus. Zuvor hatten sich die Mittel­amerikaner für die WM-Endrunde 1982 in Spanien qualifiziert. Schlagzeilen machte das Land 1969 durch den sogenannten Fußball­krieg mit El Salvador, der im Anschluss an ein Qualifikations­spiel zur WM 1970 begann. Eigentlicher Konflikt­auslöser war der Zustrom von Flücht­lingen aus dem kleineren Nach­barland in das weniger dicht besiedelte Honduras.

Tipp: Alle Portraits der WM-Teilnehmerländer sammeln wir auf der Themenseite Fußball.

* Quellen: The World Factbook, Thomson Reuters

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