WLan So bringen Sie Ihr Heimnetz in Schwung

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WLan - So bringen Sie Ihr Heimnetz in Schwung
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Gerade in Städten gibt es so viele WLan-Netze, dass sie sich oft gegen­seitig stören. So wird das WLan zum WLahm. Abhilfe schafft ein Kanal- oder Frequenz­wechsel. Wie das geht, erklären die Experten von test am Beispiel der weit­verbreiteten Fritz!Box 7390.

Den Kanal wechseln

Geben Sie in die Adress­leiste des Browsers „fritz.box“ ein und melden Sie sich an. Gehen Sie zu „WLan“ und dann „Funk­kanal“. Akti­vieren Sie die Option „Funk­kanal-Einstel­lungen anpassen“. Wählen Sie möglichst einen komplett ungenutzten Kanal.

Übrigens: Hier finden Sie einen Test von Routern und Repeatern.

Die Frequenz wechseln

Die meisten WLan-Netze funken im 2,4-Gigahertz-Band. Einige Router können aber auch das 5-Gigahertz-Band nutzen. Es hat mehr Kanäle und wird bisher kaum verwendet, daher gibt es weniger Störungen. Am besten eignen sich Dualband-Router, die den Stan­dard 802.11 ac beherr­schen und auf beiden Frequenzen funken können. Auch Ihr PC, Tablet oder Smartphone muss 5-Gigahertz-fähig sein. Nach­rüsten geht mit Adaptern. In den Einstel­lungen der Fritz!Box akti­vieren Sie das 5er-Band unter „WLan“ > “Funk­netz“. Das 2,4er-Band können Sie abschalten oder es zusätzlich zum 5er-Band nutzen. In dem Fall sollten Sie die zwei Netze gut unterscheid­bar benennen. Sie können dann für jedes Empfangs­gerät separat entscheiden, welche Frequenz es verwenden soll.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 13.04.2015 um 16:42 Uhr
@iamandreas: Welchen Kanal wählen?

Ein paar Dinge sind zu beachten: Die WLan-Kanäle liegen jeweils 5 Megahertz (MHz) auseinander. Für die Datenübertragung auf einem Kanal ist aber eine Bandbreite von etwa 20 MHz nötig – das heißt: Datenübertragungen stören nicht nur den Empfang für andere Nutzer auf demselben Kanal, sondern auch auf den benachbarten Kanälen. Im Idealfall sollten die Kanäle so gewählt werden, dass zwischen zwei genutzten Kanälen jeweils vier unbenutzte Kanäle liegen – ein Beispiel ist die recht übliche Kombination der Kanäle 1, 6 und 11. Diese ist günstig, da hier keine Überlappung auftritt: Kanal 1 stört die Kanäle 1-3, Kanal 6 stört die Kanäle 4 bis 8 und Kanal 11 stört die Kanäle 9 bis 13.
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In vielen Wohngegenden sind aber so viele WLan-Netze vorhanden, dass es nicht möglich ist, vier Kanäle Abstand zu wahren. Hier lautet der beste Tipp: Wenn möglich, ins 5-Gigahertz-Band wechseln. Dort gibt es meist weniger Überlappungen und damit weniger Störungen. Kann Ihr Router oder ihr PC/Tablet/Smartphone nur das 2,4-Gigahertz-Band nutzen, heißt es: ausprobieren.
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Wie sehr fremde WLan-Netze Ihren Empfang stören, hängt unter anderem vom Ausmaß des Datenverkehrs ab und vom Abstand, der zwischen Ihrem Kanal und dem eines anderen Nutzers liegt. Je weiter entfernt der Kanal des anderen Nutzers von Ihrem ist, desto weniger stört er Sie. Suchen Sie sich also am besten einen Bereich von 20 MHz bzw. 5 Kanälen, wo möglichst wenige andere Nutzer aktiv sind – wählen Sie dann den in der Mitte dieses Bereichs liegenden Kanal. (Bu)

Tschepe am 02.04.2015 um 13:18 Uhr
Kanalverwendung herausfinden

Wie kann ich ermitteln, welche Kanäle wie stark beansprucht sind? Kann jemand dafür ein Programm empfehlen? Ich habe keine FritzBox.
Vielen Dank!

iamandreas am 02.04.2015 um 10:10 Uhr
Welchen Kanal?

Danke für den Beitrag, mir stellt sich noch folgende Frage: Ist denn wirklich jeder Kanal gleich gut geeignet? Also soll ich einfach auf jeden weniger benutzten Kanal im 2,4-Gigahertz-Band wechseln und werde dadurch eine bessere Verbindung haben?
Danke für eine Antwort.