WLan-Router Test

WLan-Router für ADSL-, VDSL- und Kabelinter­netanschlüsse im Test – und in allen drei Gruppen liegen Fritz!Boxen von AVM vorn. Sie locken mit besonders vielen Zusatz­funk­tionen und sind am besten zu hand­haben. Einige andere Geräte verwirren mit komplizierter Bedienung oder schwächeln bei der WLan-Sicherheit.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test Router.

Schalt­zentrale im Heimnetz­werk

Insgesamt 12 WLan-Router zwischen 40 und 260 Euro haben sich die Tester vorgenommen – davon sieben mit ADSL-Modem, drei mit ADSL- und VDSL-Modem und exemplarisch zwei mit Kabelmodem. Aus gutem Grund: Router leisten immer mehr im Haushalt: Sie vernetzen all die Computer, Smartphones und zunehmend auch netz­werk­fähige Fernseher und Internet­radios miteinander. Und sie verbinden sie mit einem gemein­samen Internet­zugang. Viele moderne Router für den Heim­einsatz können sogar noch mehr: Etliche der Geräte im Test binden auch USB-Drucker oder USB-Speicher ins Netz­werk ein. So können alle im Haus auf einen gemein­samen Drucker zugreifen – oder auf eine zentrale Samm­lung von Musik-, Bildern- und Video­dateien.

Güns­tige Alternativen mit weniger Ausstattung

Einige Geräte haben zudem mehr oder minder umfang­reiche Telefon­funk­tionen. Die fallen recht unterschiedlich aus: Die Geräte von Kabel Deutsch­land und O2/Alice zum Beispiel unterstützen nur Telefon­anschlüsse des jeweiligen Netz­betreibers. Andere verwalten dagegen beliebige Fest­netz- und Internet-Telefon­anschlüsse. Der Test zeigt: Insgesamt sind die Fritz!Boxen von AVM am vielseitigsten. Allerdings: Wer seinen Bedarf kennt und Abstriche bei der Ausstattung in Kauf nehmen mag, kann auch getrost zu Konkurrenz­produkten greifen. So gibt es Router, die etwas weniger bieten als die Testsieger, dafür aber auch bereits für ein Drittel des Testsieger­preises zu haben sind.

Stärken und Schwächen bei der Hand­habung

Alle Funk­tionen eines Routers muss der Nutzer erst einmal einrichten. Manche Anbieter legen ihren Geräten hierfür spezielle Installations-Programme auf CD bei. Doch die laufen oft nur auf Wind­ows-Rechnern – und sind eigentlich unnötig. Denn alle Router lassen sich auch von jedem ange­schlossenen Rechner über den Webbrowser bedienen. Dabei zeigen sich im Test allerdings erhebliche Unterschiede: Die Fritz!Boxen lassen sich am besten hand­haben, aber auch der Telekom-Router über­zeugt bei Menü und Bedienung. Ganz anders das Gerät von DrayTek: Sein Bedienmenü ist komplett in Eng­lisch gehalten. Hier dürften selbst Nutzer mit guten Eng­lisch­kennt­nissen ihre Schwierig­keiten bekommen angesichts des Wirr­warrs an Einstell­möglich­keiten.

Drahtlos vernetzen per WLan

Die Funk­netz-Technik WLan erspart lästige Verkabelung. Alle Geräte im Test unterstützen den aktuellen Funk­stan­dard IEEE 802.11n. Er bietet schnel­lere und stabilere Verbindungen als der Vorgänger 802.11g. Vier der teureren Geräte unterstützen auch das neu hinzugekommene Frequenzband um 5 Gigahertz. Vorteil gegen­über herkömm­lichen 2,4-Gigahertz-WLans: Das neue Frequenzband ist noch nicht so verstopft und daher weniger stör­anfäl­lig. Allerdings wird es auch noch längst nicht von allen Endgeräten unterstützt. Das aktuelle iPhone 4S kann zum Beispiel mit 5-Gigahertz-WLan noch nichts anfangen. Daher ist die neue Technik für die meisten Anwender derzeit nur dann interes­sant, wenn der Router beide Bänder parallel betreiben kann. Das leisten nur die VDSL-Router von AVM und Telekom.

Patzer bei der WLan-Sicherheit

Wer ein WLan-Funkt­netz betreibt, muss es unbe­dingt sicher verschlüsseln. Denn wenn Unbe­fugte ein ungesichertes WLan und den ange­schlossenen Internet­zugang für kriminelle Zwecke miss­brauchen, kann der WLan-Betreiber dafür haft­bar gemacht werden. Bei den meisten Routern im Test ist das kein Problem: Sie kommen ab Werk mit sicherer Verschlüsselung. Einige andere leiten den Nutzer bei der Erst­installation über den Webbrowser auto­matisch durch die nötigen Schritte. Doch drei Geräte von D-Link und Netgear führen den Nutzer nur dann auto­matisch zu den nötigen Sicher­heits­einstel­lungen, wenn er sie über eine mitgelieferte Installations-CD einrichtet. Wer die Geräte dagegen wie meist üblich über den Webbrowser einrichtet, muss selbst auf die Idee kommen, auch das Funk­netz zu verschlüsseln. Sonst starten die Router unver­schlüsselt. Für unbe­darfte Nutzer kann das ein erhebliches Sicher­heits­risiko sein.

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