Tipps

So sorgen Sie für Sauber­keit auf dem stillen Örtchen: Mit möglichst wenig Chemie, aber höchst effektiv.

  • Tipp­topp mit Bürste. Entfernen Sie Schmutz am besten immer sofort mit der Klobürste. Dann trocknet nichts an und es entstehen keine Gerüche.
  • Auch unterm Rand. Wählen Sie ein Modell mit einem zusätzlichen kleinen seitlichen Spezialbürst­chen, dessen Borsten unter den Beckenrand reichen. Derartige Utensilien sind schon für wenige Euro erhältlich.
  • Hygie­nisch sauber. Manche Anbieter von WC- und Sanitär­reinigern versuchen, ein Geschäft mit der Angst vor Bakterien zu betreiben. Ignorieren Sie solche Werbung. Desinfizierende Reiniger sind im Haus­halts­alltag grund­sätzlich nicht empfehlens­wert. Erst recht nicht in der Kloschüssel, mit der die Haut selten in Kontakt kommt. Die normale Reinigung mit Klobürste und Reinigern ohne Desinfektions­mittel­zusätze ist ausreichend.
  • Richtig putzen. WC-Sitz und -Außenflächen sollten Sie mit handels­üblichen Putzlappen säubern, die dann unter heißem Wasser ausgespült werden. Auch den Griff der Klobürste sollten Sie so reinigen.
  • Sauber mit wenig Chemie. Wer oft zur Klobürste greift, braucht seltener und weniger Chemie zur Unterstüt­zung. Manche Anbieter empfehlen zwar, WC-Reiniger zwei- bis dreimal wöchentlich einzusetzen. Das nutzt gewiss dem Firmen­umsatz, aber nicht unbe­dingt der Toilette. Probieren Sie selbst aus, welche Putz­frequenz zweck­mäßig ist. Je nach Härte des Wassers und Nutzungs­häufig­keit des Örtchens kann ein wöchentlicher, oft sogar ein monatlicher Griff zur Kunst­stoff­flasche ausreichen.
  • Die richtige Menge. Da die meisten Anbieter keine genauen Dosierhin­weise geben, müssen Sie oft selbst abschätzen, welche Menge optimal ist. Grund­sätzlich gilt: Spar­sames Dosieren schont Portemonnaie und Umwelt. Spritzen Sie das Mittel rund­herum unter den Schüsselrand und achten Sie darauf, dass möglichst auch alle Seiten­flächen benetzt sind. Falls Sie die Säure auch mit der Bürste verteilen wollen, sollten Sie auf den Arbeits­schutz (siehe unten) achten und sich vor allem vor Spritzern schützen.
  • Intensiver mit mehr Zeit. Um Kalk und kalkhaltigen Urin­stein unter Wasser, im „Knie“, zu bekämpfen, brauchen Sie nicht unbe­dingt eine höhere Dosis. Oft reicht eine längere Einwirk­zeit. Einige Anbieter empfehlen, die saure Lösung über Nacht wirken zu lassen und dann kräftig zu bürsten.
  • Länger wirk­sam an der Wand. So hindern Sie den WC-Reiniger daran, zu schnell von senkrechten Wänden herunter­zulaufen: Spritzen Sie das Mittel auf die besonders behand­lungs­bedürftige Fläche und legen Sie dann sofort ein Blatt Toiletten­papier darüber. Die konzentrierte Reinig­erlösung bleibt dann dort „kleben“ und kann länger einwirken. Anschließend spülen und mit der Bürste nach­putzen.
  • Vorbeugen mit Spül­wasser. Über­treiben Sie nicht das Wasser­sparen. Die Spül­wasser­menge hat eine wichtige Reinigungs­funk­tion.
  • Vorsicht bei Chlor. Verzichten Sie auf hypochlorithaltige WC- und Sanitär­reiniger. So bannen Sie die Gefahr, dass diese Mittel auf saure Gele treffen und sich dann giftiges Chlorgas bildet.
  • Arbeits­schutz. Beachten Sie unbe­dingt die Warnhin­weise auf den Verpackungen. Schützen Sie vor allem Ihre Augen vor Spritzern – zum Beispiel mit Brille oder Schutz­brille.
  • Sicher für Kinder. Alle WC-Reiniger haben einen kinder­sicheren Verschluss. Aber unterschätzen Sie nicht Ihren Nach­wuchs: Mit etwas tech­nischem Geschick, „Glück“ und Ausprobieren können Neugierige die Flaschen aufbekommen. Vor allem als „ätzend“ und „reizend“ deklarierte Mittel sollten Sie nicht griff­bereit für Kinder aufbewahren, sondern besser zum Beispiel oben im Hoch­schrank.

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