Vorsorgevoll­macht und Betreuungs­verfügung

Die Entscheidung, ob Sie eine Vorsorgevoll­macht und/oder eine Betreuungs­verfügung erteilen, hängt entscheidend davon ab, wie Ihre persönliche Lebens­situation aussieht und welche Vorstel­lungen und Wünsche Sie haben.

Ausgangs­situation

Vorsorgevoll­macht

Betreuungs­verfügung

Sie haben in Ihrem Umfeld Personen, denen Sie vertrauen, und möchten verhindern, dass der Staat Ihre Angelegenheiten regelt?

Ja

Damit können Sie sicher­stellen, dass Ihre Wünsche und Interessen durch­gesetzt werden, ohne dass das Betreuungs­gericht 1 einge­schaltet wird.

Ja

Dient der zusätzlichen Sicherheit, falls trotz der Vorsorgevoll­macht eine Betreuung einge­richtet werden muss.

Sie leben allein und haben niemanden in Ihrer Nähe, den Sie bevoll­mächtigen möchten. Sie kennen aber einen Betreuungs­ver­ein oder haben Bekannte / Nach­barn, die eine Betreuung über­nehmen würden?

Nein

Kommt nicht in Betracht, wenn Sie keine engen Angehörigen haben.

Ja

Vorteil: Ihre Vorstel­lungen werden soweit wie möglich berück­sichtigt, wenn das Gericht eine Betreuung einrichtet. Der Betreuer unterliegt der Kontrolle des Gerichts.

Sie haben in Ihrem Umfeld zwar Personen, denen Sie vertrauen, wünschen aber gleich­wohl für einige Bereiche, zum Beispiel die Verwaltung Ihres Vermögens, eine gericht­liche Kontrolle?

Ja

Ihre Vorsorgevoll­macht umfasst nur die Bereiche, in denen Sie keine gericht­liche Kontrolle wünschen, die Vermögens­fürsorge bleibt außen vor.

Ja

Sie benennen Personen Ihres Vertrauens. Falls dann das Gericht eine Betreuung für Sie einrichten muss, ist es an Ihre Vorschläge gebunden.

    • 1 Das Betreuungs­gericht wird trotz Vorsorgevoll­macht tätig, wenn es um ärzt­liche Maßnahmen geht und/oder um eine Unterbringung, die mit Frei­heits­entziehung verbunden ist (Paragraf 1904 und Paragraf 1906 Bürgerliches Gesetz­buch).