Vorsorgevoll­macht Special

Mit einer Vorsorgevoll­macht kann jeder Mensch ab 18 einen anderen Menschen beauftragen, als Vertreter in seinem Interesse zu handeln und Entscheidungen zu treffen, falls er selbst nicht mehr für sich entscheiden kann. Nicht nur alte Menschen können in eine solche Situation geraten. Ein medizi­nischer Notfall kann auch jüngere Menschen betreffen. Dann ist es gut, wenn klar ist, wer für sie entscheiden kann. Unser Special erklärt, was bei der recht­lichen Vorsorge alles zu beachten ist.

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SpecialVorsorgevoll­machtFinanztest 10/2017
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Ein weit verbreitetes Miss­verständnis

Viele Ehepaare denken, sie seien auto­matisch bevoll­mächtigt und dürften für den anderen entscheiden, falls der Partner nicht mehr entscheiden kann. Das trifft aber nicht zu. Auch nicht in einem medizi­nischen Notfall. Erst vor kurzem hat der Bundes­rat eine entsprechende Gesetzes­vorlage wieder von der Tages­ordnung genommen. Es gilt also, für den Falle eines Falles selber recht­lich vorzusorgen. Vorsorgevoll­macht, Patienten­verfügung, Betreuungs­verfügung und Konto­voll­macht heißen die entscheidenden Stich­worte. Was Sie dazu wissen müssen, steht in diesem Special.

Recht­lich vorsorgen

Das bietet unser Special. Die Rechts­experten der Stiftung Warentest erklären, wie Sie für den Fall vorsorgen, dass Sie selbst nicht mehr für sich entscheiden können. Wir erklären, wie eine Vorsorgevoll­macht funk­tioniert, was bei Patienten- und Betreuungs­verfügung zu beachten ist und wie eine Bank­voll­macht aussehen sollte. Wir sagen, was Sie formlos regeln können – und wann ein Gang zum Notar sinn­voll ist. Unsere Tabelle zeigt, welche Zuschüsse gute Rechts­schutz­versicherungen für eine recht­liche Beratung gewähren.

Alles in einem Buch. Patienten­verfügung, Vorsorgevoll­macht, Betreuungs­verfügung: Unser Ratgeber Das Vorsorge-Set (144 Seiten; 12,90 Euro) informiert, welche Verfügung was leistet und wo die recht­lichen Fall­stricke liegen. Außerdem wird ausführ­lich erklärt, wie man ein Testament verfasst, und es gibt alle wichtigen Formulare zum Heraus­trennen und Abheften. Sämtliche Formulare berück­sichtigen die aktuelle Recht­sprechung.

Über­fordert mit wichtigen Entscheidungen

Oft sind Menschen auch noch lange nach einer gesundheitlichen Krise mit medizi­nischen und behördlichen Entscheidungen über­fordert. Dann kann die von ihnen bevoll­mächtigte Person für sie entscheiden – zum Beispiel zustimmen, wenn es um einen Reha-Aufenthalt geht, oder bei der Krankenkasse eine Haus­halts­hilfe und ambulante Rehamaß­nahmen beantragen. Krankenkassen verlangen in der Regel die Vorlage einer Vorsorgevoll­macht. Auch private Versicherer bearbeiten Leistungs­anträge im Namen eines Kunden normaler­weise erst nach Vorlage einer Vorsorgevoll­macht.

Bevoll­mächtigung sinn­voll regeln

In der Vorsorgevoll­macht legen Voll­macht­geber fest, was ein Bevoll­mächtigter darf – und was nicht. Die Voll­macht kann auch nur vorüber­gehend zum Einsatz kommen. Sinn­voll ist es, dass Ärzte, Krankenhäuser und Pfle­geeinrichtungen von der Schweige­pflicht gegen­über dem Bevoll­mächtigten ­entbunden werden. Ein Bevoll­mächtigter sollte über Behand­lungen, Operationen und andere medizi­nische Fragen entscheiden dürfen. Doch auch darüber hinaus gibt es einiges, das Sie sinn­voller­weise im Rahmen einer Vorsorgevoll­macht regeln sollten. Wie Sie das am besten tun, erfahren Sie, wenn Sie unser Special frei­schalten.

Leser­aufruf

Akzeptiert Ihre Bank oder Sparkasse eine „einfache“ Vorsorgevoll­macht? Bis zu einem Gerichts­urteil aus dem Jahr 2015 war das meist nicht so. Im Jahr 2015 hat ein Land­gericht eine Sparkasse verurteilt, weil diese einem Bevoll­mächtigten den Zugriff auf das Spar­konto seiner Mutter trotz Vorsorgevoll­macht verweigert hatte. Der Bevoll­mächtigte klagte. Er bekam seinen Zins­schaden und seine Anwalts­kosten ersetzt (Land­gericht Detmold, Az. 10 S 110/14). Bevoll­mächtigte können ihre Bank auf dieses Urteil hinweisen, wenn sie die einfache Vorsorgevoll­macht nicht anerkennt. Eine Rechts­pflicht für Banken begründet das Land­gerichts­urteil aber nicht. Bevoll­mächtigte müssen bei Weigerung ihrer Bank abwägen, ob sie einen Rechts­streit führen.
Finanztest möchte wissen, wie es in der Praxis aussieht. Was sagt Ihre Bank oder Sparkasse? Akzeptiert sie die unter­schriebene Vorsorgevoll­macht? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen, die wir selbst­verständlich vertraulich behandeln, und schreiben Sie an:

Stiftung Warentest
Leser­aufruf Vorsorgevoll­macht
Post­fach 30 41 41
10724 Berlin

oder schi­cken Sie uns eine E-Mail an die Adresse vorsorgevollmacht@stiftung-warentest.de.

Ratgeber der Stiftung Warentest

Vorsorgevoll­macht Special

Viele Menschen möchten für den Fall vorsorgen, dass sie nicht mehr selbst für sich entscheiden können. Jeder kann in die ­Lage kommen, vorüber­gehend oder dauer­haft nichts regeln zu können, sei es durch Unfall, Krankheit oder alters­bedingt.

Unser Ratgeber Das Vorsorge-Set beant­wortet ­alle Fragen praxis­nah und führt Schritt für Schritt durch die Vorsorgeformulare. Die Formulare sind aktuell und entsprechen den Anforderungen der Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs. Den Ratgeber gibt es für 12,90 Euro im Buch­handel und direkt bei der Stiftung Warentest. Die Lieferung ist kostenlos.

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