Banken und Sparkassen müssen auch formlos erteilte Vorsorgevoll­machten akzeptieren. Sie dürfen einem Bevoll­mächtigten nicht die Ausführung von Aufträgen verweigern, weil keine gericht­liche Bestellung oder kein offizieller Betreuer­ausweis vorliegt. So hat das Land­gericht Detmold entschieden (Az. 10 S 110/14). Wichtig: Bevoll­mächtigte müssen die Originalvoll­macht vorlegen. Sonst dürfen Banken und Sparkassen die Ausführung von Aufträgen verweigern. Oft verlangen Kredit­institute dennoch auf ihren Formularen erteilte Voll­machten. Kunden bleibt nichts übrig, als sich darauf einzustellen. Vor Gericht zu ziehen, dauert im Ernst­fall viel zu lange.

Tipp: Immer mehr Menschen möchten für den Fall vorsorgen, dass sie krank­heits­bedingt nicht mehr selbst für sich bestimmen können. Aber wie macht man das? Unser Ratgeber Das Vorsorge-Set beant­wortet diese Fragen einfach und praxis­nah und führt Schritt für Schritt durch die Formulare der Patienten­verfügung, Vorsorgevoll­macht und Betreuungs­verfügung.

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