Eine Pflicht zur Teilnahme an Gesundheits- und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wird es in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht geben. Gesetzlich Versicherte sollen sich aber über Vor- und Nachteile der Früherkennung beraten lassen (müssen). Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen beschlossen. Die Regelung gilt zunächst für Früherkennungsuntersuchungen von Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs. Nach der ursprünglichen Absicht sollten Früherkennungsuntersuchungen verpflichtend vorgeschrieben werden. Das ließ sich rechtlich aber nicht durchsetzen, weil alle angebotenen Früherkennungsuntersuchungen Risiken haben. So stehen zum Beispiel dem individuell zwar möglichen Nutzen von Untersuchungen auf Brustkrebs (Mammografie-Screening) die Risiken einer Strahlenbelastung oder falsch-positiver oder falsch-negativer Ergebnisse gegenüber. Zum Beratungsnachweis soll ein Präventionspass verwendet werden. Untersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs werden wissenschaftlich ausgewertet (siehe auch Meldung: Informiert).

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